Gladbachs Ersatzbank als großes Plus: Hecking kann sich auf seine Joker verlassen

Gladbachs Ersatzbank als großes Plus : Hecking kann sich auf seine Joker verlassen

Dieter Hecking warnte – aber mit einem Schmunzeln. „Irgendwann wird jede Serie reißen“, gab der Trainer von Borussia Mönchengladbach nach dem 3:0 (0:0) gegen den VfB Stuttgart von sich.

Bislang hält sie: Der am Ende klare Erfolg gegen die Schwaben war saisonübergreifend der zehnte Heimsieg der Elf vom Niederrhein nacheinander - „eine beachtliche Serie“, wie der 54-jährige Hecking befand.

Möglich machten es diesmal vor 48.590 Zuschauern im Borussia-Park Heckings Joker. Erst nach einer Stunde betraten Raffael und Florian Neuhaus am Sonntagabend den Rasen und belohnten die Wahl des Chefcoachs mit ihren Treffern durch den Brasilianer Raffael in der 69. Minute und durch Neuhaus (77.). Damit bleibt die Mönchengladbacher Borussia nach 14 Spieltagen bei 29 Punkten erster Verfolger der Dortmunder Borussia (36).

Bemerkenswert: Heckings Team gewann als einziges bislang alle Heimpartien dieser Saison, kommt auf die exzellente Bilanz von 21 Zählern und 21:3 Toren. „Riesen, riesen Respekt vor unserer Mannschaft“, kommentierte Borussia-Kapitän Lars Stindl. Dabei sah es 45 Minuten lang nicht nach einem klaren Erfolg aus. Doch Stindl und Co. konnten nachlegen: „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr frei, geduldig, ruhig und klar gespielt und mit Vertrauen in das, was wir tun. Wir haben viel Qualität und bringen sie auch auf den Platz.“

Hecking wusste nach den 90 Minuten um einer der Ursachen für das letztlich klare Resultat. „Alle drei Einwechselspieler haben sofort Schwung reingebracht - und diese Qualität hatten wir in der letzten Saison nicht. Die, die von der Bank kommen, können Spiele entscheiden. Das zeichnet uns aus.“ Auch Fabian Johnson, der in der 78. Minute eingewechselt wurde, belebte das Offensivgebaren der Gastgeber.

„Wir wissen, dass wir in dieser Saison zu Hause sehr stark sind. Es ist ein gutes Gefühl - und wir müssen genau so weitermachen“, bemerkte Angreifer Thorgan Hazard. Aber in der Hinrunde ist das nur noch einmal möglich: Das Aufeinandertreffen mit Aufsteiger Nürnberg am 18. Dezember ist das letzte Borussia-Heimspiel 2018. Am kommenden Samstag bei Champions-League-Teilnehmer 1899 Hoffenheim und am 21. Dezember bei Tabellenführer Dortmund sind die Aufgaben ungleich schwerer.

(dpa)
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