1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Mönchengladbach: Gladbacher müssen bei Hertha BSC mal wieder sonntags ran

Mönchengladbach : Gladbacher müssen bei Hertha BSC mal wieder sonntags ran

Einerseits waren die vielen Sonntagspiele bisher natürlich schön, als zwangsläufige Belohnung für die Europapokal-Auftritte donnerstagabends zuvor. Doch nicht wenige Fans reagierten mit Unverständnis auf die Tatsache, dass Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga am 31. Spieltag auch wieder am Sonntag in der Liga ran muss — ganz ohne Europa-League-Stress. Und dann auch noch in Berlin!

Die Hauptstadt ist in Spielort, der sich bei den Borussen-Fans traditionell „großer Beliebtheit erfreut“. Sagt Thomas Jaspers, Fan-Beauftragter der Elf vom Niederrhein. Er sagt auch: „Das Hauptärgernis neben dem Sonntagstermin ist allerdings, dass es das späte Spiel ist. Der Schlusspfiff (gegen 19.15 Uhr) verhindert nämlich obendrein noch eine Heimfahrt mit der Bahn, da man in der Nacht Mönchengladbach nicht mehr erreichen kann.“ Also rein ins Auto oder in den Bus und die Strecke in Angriff nehmen: Vom Olympiastadion Berlin bis in den heimischen Borussia-Park sind’s übrigens 599,2 Kilometer, knappe sechs Stunden Fahrzeit — ohne Stau. Und am Montag zur Arbeit.

Bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) verweisen die Planer gerne auf die „Komplexität des Gesamtplans“. Aber warum spielt denn nun am 3. Mai die Borussia in Berlin? Warum nicht Dortmund in Hoffenheim? Oder Stuttgart in Schalke? Die dürfen alle schon am Samstag auf den Platz. „Weil die Polizei in Berlin einen Tag Pause braucht“, sagt ein Sprecher der DFL und begründet dies mit den zu erwartenden Unruhen in der Nacht zum 1. Mai in der Hauptstadt. Und deshalb hat die Polizei laut DFL gebeten, dass die Partie der Hertha erst am Sonntag angepfiffen wird. Was Thomas Jaspers (und viele Fans) schade finden: „Wenn schon am Sonntag, dann wenigstens 15.30 Uhr. Bei drei unserer weitesten Auswärtsspiele (München, Freiburg, Berlin) hatten und haben wir diesen ungeliebten Termin um 17.30 Uhr.“

Satte 15 von 34 Begegnungen durfte (musste) die Borussia sonntags bestreiten, und darf dann auch noch als Krönung an einem Freitag nach Frankfurt (17. April). Thomas Jaspers: „Man hätte uns wenigstens dieses Auswärtsspiel am Samstag lassen können. Dies bedeutet das nächste Heimreise-Ärgernis im Bahnverkehr.“ Wahrscheinlich ist mal wieder die Komplexität des Gesamtplans schuld...

(fö)