Eberl warnt: Gladbach vor dem Top-Duell mit Freiburg

Eberl warnt : Gladbach vor dem Top-Duell mit Freiburg

Nach dem mühsamen Erfolg in Graz steht für Borussia Mönchengladbach am Sonntag wieder der Kampf um die Tabellenführung an. Gegner Freiburg ist in blendender Form - Borussias Kapitän Stindl allerdings auch.

In der Europa League ist auf den Käpt'n Verlass, jetzt soll Lars Stindl auch in der Bundesliga wieder zu seiner alten Treffsicherheit finden. „Ich habe das Gefühl, er ist wieder richtig gut drauf und steht voll im Saft. Er hat in Graz ein gutes Spiel gemacht“, befand Borussia Mönchengladbachs Trainer Marco Rose vor dem Top-Duell mit dem SC Freiburg am Sonntag (15.30 Uhr/Sky).

Mit seinen Treffern beim AS Rom (1:1) und gegen den Wolfsberger AC am Donnerstagabend (1:0) hat der 31-Jährige seinem Team die besten Chancen auf die nächste Runde eröffnet. In der Bundesliga wartet Gladbachs Spielführer, der wegen eines Schienbeinbruchs lange pausieren musste, allerdings seit neun Monaten auf einen Torerfolg.

„Es ist unglaublich, wie er diese Ruhe behält“, meinte Borussia Mönchengladbachs Torhüter Yann Sommer nach dem sehenswerten Siegtreffer von Stindl in der 60. Minute. Ein direkter, zentimetergenauer flacher Pass von Oscar Wendt erreichte Borussias Kapitän optimal, so dass er eigentlich nur noch den Fuß hinhalten musste. „Wir haben das Tor zum rechten Zeitpunkt gemacht, das zeigt wozu wir fähig sind“, sagte Stindl.

Nach seiner Verletzungspause stand der vielseitige Offensivspieler erst zum dritten Mal in der Startformation. Trainer Marco Rose hatte ihn langsam wieder mit Kurzeinsätzen ins Team zurückgeführt. „Es war nach der ganzen Verletzungszeit nicht einfach, sich wieder heranzuarbeiten“, sagte Stindl. Seinen Rhythmus hat er allerdings schnell wieder gefunden. „Er ist ballsicher wie in seinen besten Zeiten“, befand Sportdirektor Max Eberl.

Zudem ist „Mr. Europa League“ in den internationalen Spielen ein Torgarant. Mit dem achten Endrunden-Treffer seit Einführung des Wettbewerbs ist Stindl der beste deutsche Torschütze. Kurios dabei: Er traf immer nur auswärts. Seinen bislang letzten Bundesligatreffer erzielte er am 2. März im Borussia-Park gegen den FC Bayern München.

Im letzten Gruppenspiel gegen Basaksehir FK am 12. Dezember genügt den Gladbachern nun ein Remis zum Einzug in die nächste Runde. Bei einem Sieg wäre man sicher Gruppenerster und selbst bei einer Niederlage gibt es noch eine hauchdünne Chance: Dann müsste Wolfsberg im Parallelspiel aber in Rom gewinnen.

Vorher wollen die Gladbacher aber ihre Tabellenführung in der Bundesliga verteidigen. „Das ist ein richtiges Spitzenspiel. Das wird sicher nicht einfacher als gegen Wolfsberg“, sagte Eberl.

(dpa)