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Leipzig: Gladbach holt einen Punkt bei Aufsteiger RB Leipzig

Leipzig : Gladbach holt einen Punkt bei Aufsteiger RB Leipzig

Fast hätte sich auch Borussia Mönchengladbach dem Aufsteiger RB Leipzig geschlagen geben müssen. Vor 42.558 Zuschauern in der Red Bull Arena hatte Timo Werner Leipzig bereits in der sechsten Minute in Führung gebracht. Fabian Johnson gelang in der 84. Minute aber noch der verdiente Ausgleich zum 1:1-Endstand für die Gladbacher.

Dennoch bleibt RB Leipzig der einzige Verein in der Bundesliga-Historie ohne Niederlage - nach allerdings auch erst vier Begegnungen. „Das frühe Gegentor hat uns nicht in die Karten gespielt”, sagte Gladbachs Offensivspieler André Hahn. „Aber wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können.”

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte bereits vor dem ersten Pflichtspiel beider Teams überhaupt gegeneinander gewarnt: „Leipzig ist ein Aufsteiger, der sofort oben angreifen kann. RB hat das Potenzial, wie Phoenix aus der Asche zu kommen.” Den 19-minütigen Schweige-Protest seiner rund 5000 mitgereisten Fans gegen die fortschreitende Kommerzialisierung nannte er „legitim”.

Sein Chefcoach André Schubert, am Mittwoch genau ein Jahr im Amt, musste kurzfristig auf Raffael verzichten. Der Brasilianer, der vor seinem 100. Bundesliga-Spiel stand, zog sich eine Zerrung im rechten Adduktorenbereich zu. Auch sonst stellte Schubert im Vergleich zum 4:1 gegen Werder Bremen um. Andreas Christensen rückte zurück in die Abwehr, wo die Gäste zunächst mit einer Viererkette agierten. Außerdem kehrten Tobias Strobl, Oscar Wendt und André Hahn zurück ins Team. Allerdings musste auch Strobl in der 22. Minute verletzt raus. Für ihn kam Nico Elvedi.

RB-Coach Hasenhüttl nahm nach dem 4:0 in Hamburg nur zwei Änderungen vor: Werner und Dominik Kaiser spielten für Emil Forsberg und Naby Keita. Der beste Liga-Debütant seit 25 Jahren begann furios: Nach dem ersten richtigen Angriff zog Werner aus Nahdistanz nach einer Flanke von Yussuf Poulsen ab. Zuvor hatten sich die beiden Gladbacher Innenverteidiger Jannik Vestergaard und Christensen ein grobes Missverständnis geleistet. Es war das erste Leipziger Saisontor in der ersten Hälfte, zuvor waren alle sieben Treffer in Halbzeit zwei erzielt worden. Für Werner war es bereits Saisontor Nummer drei.

Gladbach erholte sich erst nach einer guten halben Stunde vom Anfangsschock. Die erste Großchance vergab Fabian Johnson (28.) freistehend, als er den Ball an die Lattenoberkante hämmerte. Eberl, der am Mittwoch seinen 43. Geburtstag feierte, verfolgte den Auftritt seiner Borussen mit finsterer Miene. Auf der Gegenseite schoss Marcel Hallstenberg (40.) einen Volleyschuss per Aufsetzer über das Gäste-Gehäuse.

Nach der Pause kam Gladbach mit etwas mehr Schwung aus der Kabine, aber die Sachsen waren immer einen Tick schneller, aggressiver gegen den Ball und drangvoller nach vorn. Doch in der Schlussphase drängten die Gäste auf den Ausgleich und wurden durch Johnson belohnt. Im Gegenzug hätten die Gastgeber aber fast doch noch den Sieg perfekt gemacht. Oliver Burke scheiterte aber am Starken Yann Sommer.

(dpa)