Mönchengladbach: Gladbach: Es reicht nicht zum Heimsieg

Mönchengladbach: Gladbach: Es reicht nicht zum Heimsieg

Eine Regenwahrscheinlichkeit von 20 Prozent gab Borussia Mönchengladbach in den „Fakten zum Spiel“ vor dem Match gestern Abend gegen Eintracht Frankfurt an. Max Eberl, Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten, prophezeite in seiner sportlichen Vorschau eine Begegnung „auf Augenhöhe“. Das müffelte schon nach einem Unentschieden.

Und der Manager sollte ungewollt recht behalten: Das 50:50-Spiel endete 0:0. Das zweite Heimspiel in der Bundesliga hintereinander mit diesem Ergebnis. Mönchengladbach tritt in der Bundesliga auf der Stelle.

Bei den Frankfurtern kamen Bastian Oczipka, Timothy Chandler und Fabián zurück in die Startelf (von Trainer Niko Kovac im Pokal geschont). Echte „Frischlinge“ hat André Schubert nicht mehr, zumindest keine, von denen er sich die entsprechende Qualität für die Startelf versprach. Für Patrick Herrmann und Tobias Strobl begannen Julian Korb und Oscar Wendt, die drei Tage zuvor gegen den VfB Stuttgart nur eingewechselt worden waren. Zwei Defensive für einen Offensiven und einen Defensiven — das bewies, wie respektvoll der Gladbacher Trainer seine Mannschaft gegen die erstarkten Hessen ins Spiel schickte. Raffael hatte es doch nicht in den Kader geschafft.

Nicht ganz verwunderlich begann Borussia auch sehr verhalten. Womöglich nicht freiwillig, denn die Eintracht baute ihre Abfanglinien nur Zentimeter hinter der Mittellinie auf. Und vorne gingen sie auf die ballführenden Gladbacher drauf, als gebe es kein Morgen oder zumindest nur 45 Minuten in einem Fußballspiel. Womöglich hatte die Regenerationsphilosophie von Kovac geholfen. Der Ex- Profi hatte das Programm seinen Schützlingen nach den 120 Pokal-Minuten mit „schlafen, schlafen, schlafen — gut essen und viel trinken“ beschrieben. Das schien besser angeschlagen zu haben als Borussias Eistonnen-Programm, das André Hahn favorisierte.

Der Stürmer und seine Kollegen kamen nicht ansatzweise ins Spiel.Unterkühlt etwa? Oder lediglich vorsichtig, ökonomisch gar oder einfach nur schlecht? Ballverlust statt Ballkontrolle, das von Schubert propagierte Umschaltspiel mutierte in ein Abbruchspiel. Zwei Stationen, das war das Maximale — dann war der Ball wieder weg. Echte Torchancen gab es dennoch nicht für die Gäste, die Ausnahme war ein Außennetzschuss vom ehemaligen Gladbacher Branimir Hrgota, der zuvor Nico Elvedi düpiert hatte (25.).

Und Borussia? Tja . . . Nix — oder halt, Lars Stindl schoss doch recht hoch über das Frankfurter Tor nach einem Rückpass von Fabian Johnson. In der 43. Minute!

Co-Trainer Manni Stefes schlug in der Halbzeit bei Sky vor, vorne intensiver zu pressen. Womöglich hatte sich das auch in der Kabine rumgesprochen. Immerhin kam Borussia jetzt mal in den Frankfurter Strafraum. Doch die beste Chance erspielte sich die Kovac-Elf. Den Flachschuss von Omar Mascarell lenkte Yann Sommer zur Ecke (54.). Nun aber zwang die Schubert-Elf die Gäste-Abwehr endlich mal zu Fehlern. Mascarell belohnte das beinah mit einem Eigentor. Doch der Ball rauschte nach seiner Rettungsgrätsche nur ans Außennetz (69.). Gladbach näherte sich dem Erfolgserlebnis: Oscar Wendt hämmerte den Ball an die Querstange (72.). Gladbach machte die Begegnung zu einem Heimspiel. Immerhin! Zu einem Heimsieg langte es nicht mehr.

Es nieselte übrigens während des Spiels. Zum Schluss die Vorhersage für heute, Samstag, den 29. Oktober: Es bleibt — sportlich —wechselhaft.

Die Fans hoffen auf ein Hoch bis zum kommenden Dienstag. Dann reist Celtic Glasgow in der Champions League an.