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„Können alle Topstars halten“: Eberl stichelt im Königsklassen-Zweikampf gegen Leverkusen

„Können alle Topstars halten“ : Eberl stichelt im Königsklassen-Zweikampf gegen Leverkusen

Von nun an zählen für Borussia Mönchengladbach nur noch Siege. Trainer Rose will unbedingt in die Champions League. Gegen Wolfsburg fallen aber beide Top-Scorer aus. Von Manager Eberl bekommt der ehrgeizige Borussen-Coach ein Versprechen.

Max Eberl eröffnet im Endspurt um die Champions-League-Teilnahme von Borussia Mönchengladbach das Psychoduell mit Bayer Leverkusen. Vor den letzten drei Spieltagen stichelte Gladbachs Manager am Montag rheinabwärts: „Leverkusen muss in die Champions League, wir wollen in die Champions League.“ Vor dem 32. Spieltag am Dienstag und Mittwoch liegt die Bayer-Tochter einen Punkt vor Gladbach auf Rang vier - dem letzten zur Teilnahme an der europäischen Königsklasse berichtigenden Platz.

Obwohl Gladbach in der Hinserie lange Tabellenführer und als Meisterkandidat gehandelt worden war, wehrte sich Eberl vor dem Spiel am Dienstag gegen den VfL Wolfsburg (18.30 Uhr/Sky) dagegen, dass eine erneute Teilnahme „nur“ an der Europa League eine Enttäuschung wäre.

„Ich weiß, dass wir inzwischen gerne mit den Mannschaften, die ganz oben stehen, in einen Topf geschmissen werden. Wir haben aber nicht die Möglichkeiten, die ein konzern-betriebener Verein oder ein mäzen-betriebener Verein hat“, sagte Eberl und stichelt weiter. „Leverkusen hat im Winter für 40 Millionen Euro Spieler verpflichtet, das geht gerade so ein bisschen unter.“ Mit den Investitionen zu Saisonbeginn hat Bayer in dieser Spielzeit sogar fast 100 Millionen Euro für neue Profis ausgegeben.

Nach zwei unglücklichen Gladbacher Niederlagen zuletzt - 0:1 in Freiburg und 1:2 in München - genügte Leverkusen am Sonntag ein 1:1 auf Schalke, um an Gladbach vorbeizuziehen. Die Werkself muss am Mittwoch im Derby gegen den Gladbacher Erzrivalen 1. FC Köln antreten. „Natürlich wird unsere Stimmung da auf der Kölner Seite sein“, kündigte Eberl nun an. Bereits in der vergangenen Saison hatte Leverkusen zum Saisonende Gladbach noch von Rang vier verdrängt.

Anders als Eberl macht sich Trainer Marco Rose im Duell mit Leverkusen nicht klein und wiederholte ausdrücklich den Anspruch, in die Champions League zu wollen. „Ich möchte schon, dass wir uns dem stellen“, forderte der Borussen-Coach nach den beiden Niederlagen zuletzt: „Wir müssen in den restlichen drei Spielen eine andere Mentalität entwickeln.“

Zumindest gegen Wolfsburg am Dienstag muss er aber auf seine beiden Top-Scorer Marcus Thuram und Alassane Plea verzichten, die verletzt ausfallen. Zumindest bei Thuram, der sich am Samstag bei Bayern München verletzt hatte, ist die Blessur aber nicht so schlimm wie befürchtet. „Es ist nichts kaputt, wahrscheinlich hat er sich etwas gedehnt“, berichtete Rose. Trotz der Ausfälle zählt für den 43-Jährigen am Dienstag nur ein Sieg. „Wir werden um die drei Punkte kämpfen mit allem, was wir haben“, kündigte Rose an.

Geht es am Ende doch schief mit der dritten Gladbacher Champions-League-Qualifikation, soll der ehrgeizige Coach dennoch nicht in der Entwicklung eines echten Top-Teams am Niederrhein gehindert werden. Zuletzt war spekuliert worden, dass die Borussia ohne Champions-League-Millionen Stars wie den derzeit verletzten Denis Zakaria verkaufen könnte. Mit hohen zweistelligen Ablöse-Erträgen könnte Eberl die Auswirkungen den Corona-Krise kompensieren. Dem widersprach der Borussen-Manager energisch: „Wir können alle Topstars halten“, versprach Eberl - auch mit einer weiteren Saison „nur“ in der Europa League.

(dpa)