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Köln: DFB ermittelt nach Hooligan-Platzsturm in Gladbach

Köln : DFB ermittelt nach Hooligan-Platzsturm in Gladbach

Nach dem Platzsturm von rund 25 vermummten Kölner Fans im Rhein-Derby bei Borussia Mönchengladbach hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes Ermittlungen angekündigt. Auch die Deutsche Fußball-Liga will bei Terminierung von Spielen in Zukunft besser aufpassen - die vermummten Hooligans waren am Karnevalssamstag ins Stadion gelangt.

„Im ersten Schritt werden beide Vereine Anfang der Woche angeschrieben und zu Stellungnahmen aufgefordert werden”, sagte DFB-Sprecher Ralf Köttker. Wann mit Strafen zu rechnen ist, sei aber noch nicht absehbar.

Vor der Begegnung und mit Beginn der zweiten 45 Minuten hatten FC-Anhänger in ihrem Block Pyrotechnik und Böller entzündet. Foto: dpa.

Vor der Begegnung und mit Beginn der zweiten 45 Minuten hatten FC-Anhänger in ihrem Block Pyrotechnik und Böller entzündet. Nach dem Ende waren Kölner Chaoten auf den Platz gestürmt und erst nach heftigen Rangeleien mit Polizisten und Sicherheitskräften gestoppt worden.

Insbesondere die Kölner müssen mit drastischen Strafen bis hin zu einem Geisterspiel rechnen, da ihre Fans in der Vergangenheit schon häufiger unangenehm aufgefallen waren.

Der Platzsturm dürfte zukünftig Auswirkungen auf die Terminierung der Bundesliga-Spiele haben. „Auch wenn die Ausschreitungen offensichtlich nicht mit der Ansetzung am Karnevals-Wochenende im Zusammenhang stehen, wird die DFL in dieser Hinsicht künftig noch sensibler vorgehen. Wir werden prüfen, ob und wie derartige Terminkollisionen trotz der bereits hohen Komplexität der Spielplanung vermieden werden können”, sagte der scheidende DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Da kostümierte Fans an Karnevalstagen nicht ungewöhnlich sind, waren die FC-Randalierer mit ihrer Verkleidung bei der Stadionkontrolle offenbar nicht aufgefallen.

(dpa)