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Borussia Mönchengladbach will Deutscher Meister werden. Vielleicht.

Eberl und Rose im fiktiven Podcast : „Wir wollen Meister werden!“

Wochenlang haben sich Journalisten die Zähne ausgebissen an den Mönchengladbacher Verantwortlichen, denen kein klares Bekenntnis zur Deutschen Meisterschaft zu entlocken war. Unserem Redakteur Heribert Förster gelang nun genau das – allerdings fiktiv.

Egal ob TV-Reporter oder Mitarbeiter vom Boulevard, egal, ob vom Fachmagazin oder der Yellowpress (die „Bunte“ war undercover im Auftrag des „Express“ tätig geworden). Weder Sportchef, noch Trainer, noch Spieler des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach haben klar das Ziel formuliert: „Wir wollen Deutscher Meister werden.“ Das gilt nun nicht mehr, denn der neue BMG-Podcast, der am 30. Februar erstmals zu hören sein wird, kennt das Bekenntnis der Borussia-Verantwortlichen, das diese am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen 1899 Hoffenheim verkünden werden: „Wir wollen Deutscher Meister werden!“

Den Machern des BMG-Podcast ist es gelungen, ein Treffen zwischen Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl und Trainer Marco Rose zu belauschen. Und da im journalistischen Leitfaden von BMG kein Mal das Wort Seriosität auftaucht, können wir vorab weltexklusiv für ganz Deutschland das Protokoll des Tonbandmitschnitts veröffentlichen. Um doch einen Funken Seriosität vorzugaukeln, haben wir dem Onlineportal von Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten die Sequenz kostenlos zur Verfügung gestellt, nachdem die finanziellen Gebote speziell von „Bild“, „ZDF“ und „Sky“ doch eher enttäuschend waren.

Marco Rose: „Max, wir müssen reden.“

Max Eberl (entsetzt): „Oh mein Gott, so hat Lucien Favre einst auch immer seine geplanten Demissionen angekündigt. (Ganz liebevoll) „Was ist denn, Rosilein?“

Rose: „Ich kann nicht mehr. Wenn ich mich jetzt schon am Spielfeldrand beherrschen muss, um keine Gelben oder Roten Karten zu sehen, nach den Spielen schaff ich es nicht mehr.“

Eberl (immer noch ganz zuckersüß): „Was schaffst Du denn nicht mehr?“

Rose: „Diese Fragen nach dem Meistertitel. Ich will nicht mehr (ganz erregt), ICH WILL NICHT MEHR!!! Weißt Du, dass ich nach dem Spiel in Düsseldorf dieser ZDF-Nervbritze Blödis Bücheler fast eine gelangt hätte? Diese Fragen nach der Meisterschaft gehen mir sowas von auf den Keks!“

Eberl (nicht mehr zuckersüß, eher energisch): „Also Marco (nix mehr Rosilein), da musst Du durch. Das ist hier in der Bundesliga so, ich erkläre es Dir gerne (wieder ein bisschen süßer): Jeder Reporter versucht, uns diesen Satz als erster zu entlocken. Die wollen einfach nur prahlen danach: WIR waren’s, wir sind die besten. War das in Salzburg denn nicht so?“

Rose (immer noch erregt): „Keine Ahnung, ich war da ja immer Meister. Boh, ich könnt...“

Eberl: „Was sollen wir denn machen, Rosil...“

Rose (immer noch sehr erregt): „Nenn mich nie wieder Rosilein! Sonst wird Dir Rosilein mal seine Dornen zeigen. Also, am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor dem Hoffenheim-Spiel setzen wir uns hin und sagen ganz einfach: ,Wir wollen Meister werden!‘ Peng, das sitzt.“

Eberl (ziemlich entsetzt): „Ja, peng, das sitzt. Und wenn wir dann nur 1:1 spielen? Dann bin ich der Depp und muss allen erklären, warum wir so vollmundig waren und so weiter. Willst Du das?“

Rose (jetzt ziemlich entspannt): „Jau, besser Du bist der Depp als ich.“

Eberl überlegt lange (BMG dachte schon, das Gespräch und auch die Zusammenarbeit der beiden wäre zu Ende): „Warte mal, Ro…marco. Hmmh, die Idee ist gar nicht so schlecht. Wir machen das so, und wenn uns dann hinterher einer blöd anmacht nach ‚nem schlechten Spiel oder ‚ner Niederlage, dann packen wir die verbale Keule aus. Ja, wir blöken dann Ecki Kneuser und den Zasserbier und all die anderen von Sky dermaßen an: Ja, was denn, Ihr wolltet das doch hören von uns, jetzt ist das auch wieder falsch gewesen, und so weiter. Ha, ich freu‘ mich! Ich glaub‘, der Stieler würde uns wegen Verrohung der Sitten lebenslang sperren, wenn er denn könnte!“

Rose: „Nicht wahr Mäxchen, ist ‚ne prima Idee.“

Arm in Arm laufen Eberl und Rose danach über den Flur, grinsend und sichtbar voller Vorfreude auf den Donnerstag.

Für den Bleib-Mal-Geschmeidig-Podcast berichtete Heribert Förster.