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Mönchengladbach: Alle Borussen sind 69 Stunden nach dem letzten Spiel einsatzbereit

Mönchengladbach : Alle Borussen sind 69 Stunden nach dem letzten Spiel einsatzbereit

Was man halt so sagt, wenn man das Thema eigentlich gar nicht kommentieren möchte. Also sagt Lucien Favre: „Ich kenne diese Statistiken nicht.“ Es geht um die atemberaubende Erfolgsserie des Schweizers, der als Trainer in der Bundesliga noch nie — fünf Mal — gegen den 1. FC Köln verloren hat.

Und auch sieben niederlagenlose Spiele von Borussia Mönchengladbach gegen die Kölner in Folge berühren den 56-Jährigen kein bisschen. Für ihn zählt: „Sie sind gut organisiert und noch ohne Gegentor. Das sagt alles.“ Wie Favre die Mannschaft umbauen wird, die knapp 69 Stunden nach dem Abpfiff des Europa-League-Spiels gegen den FC Villarreal den Anpfiff des Bundesliga-Spiels beim 1. FC Köln erlebt, bietet viel Raum für Spekulationen (siehe untenstehende Meldung: „Lucien Favre und die...“). Denkbar sind einige Wechsel, alle Spieler sind einsatzfähig.

Eine Erkenntnis aus dem Europapokalspiel ist, dass gegen defensiv gut organisierte Mannschaften (das trifft auf Villarreal und den FC gleichermaßen zu) eine Doppelspitze Max Kruse/Branimir Hrgota nicht die erste Wahl sein kann. Kruse ist klar besser, wenn er einen spielstarken Partner wie Raffael an seiner Seite hat. Der Brasilianer dürfte deshalb genau wie André Hahn, dessen körperliche Präsenz und Durchsetzungswillen Patrick Herrmann nicht erreichen kann, zu den elf Spielern gehören, die in der Startelf stehen.

Nach ihren zuletzt beeindruckenden Laufleistungen hätten auch Christoph Kramer oder Granit Xhaka eine Pause verdient (nötig). Und auch Kapitän Martin Stranzl erweckte in der Schlussphase der Villarreal-Partie den Eindruck, eine Auszeit könnte ihm gut tun. In der Defensive würde ein Rollentausch jedenfalls die wenigsten Probleme verursachen, Tony Jantschke und der zuletzt sehr starke Alvaro Dominguez wären in der Innenverteidigung auch ein prima Bollwerk, das die Ruhe bewahren muss.

Denn nicht nur Sportdirektor Max Eberl erwartet „eine hitzige, einzigartige Atmosphäre“, in der die Spieler „alles reinwerfen werden“. Die Borussen werden es auch für ihn tun, schließlich feiert Eberl am Spieltag seinen 41. Geburtstag. Den Wunsch nach drei Punkten wollen ihm die Kölner verständlicherweise nicht erfüllen. FC-Manager Jörg Schmadtke hat in einem Interview auf der Borussen-Homepage aber mögliche Geschenke für seinen Kollegen verraten: „Ein Apfel ist drin, vielleicht noch ein Stückchen Kuchen...“