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Mönchengladbach: 3:4-Niederlage gegen Bayern: Gladbachs Märchen wird nicht wahr

Mönchengladbach : 3:4-Niederlage gegen Bayern: Gladbachs Märchen wird nicht wahr

Gut 18 Minuten arbeitete Borussia Mönchengladbach an einem Märchen: Drei Punkte und sechs Tore musste der Tabellenachte auf Eintracht Frankfurt aufholen, um doch noch auf einen Platz hochzurutschen, der die Teilnahme an der Europa League bedeutete. Und die Favre-Elf schien am letzten Spieltag auf dem besten Weg.

2:0 nach nur fünf Minuten, 3:1 nach zehn Minuten. Am Ende aber stand eine 3:4-Niederlage zu Buche. Denn das sich anbahnende Märchen hatte einen riesengroßen Haken: Die Großmutter war nicht Hannover, Greuther Fürth oder Mainz 05, sie war Bayern München. Und ab der 18. Minute hatte diese die Rotkäppchen aus Mönchengladbach nur noch zum Fressen gern.

Franck Riberys Schuss zum 2:3, ansatzlos, trocken und unprätenziös ins kurze Eck, läutete die Machtverschiebung ein. In der Folgezeit hatte Borussia nicht mehr viel zu bestellen. Der Ausgleich durch ein Bilderbuchtor erneut von Ribery (52.) und der Siegtreffer durch Arjen Robben (59.) waren nur ein schwächlicher Ausdruck der Münchner Überlegenheit.

Die Hausherren liefen den Bayern nur noch hinterher, nahmen aktiv nicht mehr am Spiel teil und schienen wie zuvor so viele andere Mannschaften hilflos überfordert gegen den Deutschen Meister. Obendrein schienen sie erfolgreich darum bemüht, keinem der Gäste ein Härchen zu krümmen, um deren Einsatz im Champions-League-Finale in einer Woche nicht zu gefährden. Zumindest aber sorgten die Gladbacher durch eine Anfangsphase,die viel versprach aber wenig hielt, für ein spektakuläres Spiel.

Und ihrem scheidenden Teamkollegen Mike Hanke einen würdigen Abschied: Der Stürmer durfte das 2:0 erzielen, den der Ex-Gladbacher Dante mit einem Fehlpass auf Branimir Hrgota einleitete (5.). Zuvor hatte Martin Stranzl die Bayern bei einem Freistoß mit einem Kopfball überrascht (4.). Den schönsten Gladbacher Treffer aber erzielte Havard Nordtveit, der einen Bilderbuch-Konter, initiiert durch Juan Arango, zum 3:1 abschloss (10.).

„Wir hätten uns gerne mit einem Sieg verabschiedet“, bekannte Martin Stranzl. Und zog ein Fazit für die ganze Saison wie auch das Spiel gegen die Bayern: „Uns hat die Konstanz gefehlt.“ Keine zwei Siege hintereinander, nur 20 starke Minuten gegen den Deutschen Meister: „Entscheidend ist, dass wir daraus lernen und es besser machen.“