Aachen: Zu viele kleine Fehler bei der Alemannia

Aachen: Zu viele kleine Fehler bei der Alemannia

Als sich die erste Enttäuschung gelegt hatte, bildeten sich mehrere Kleingruppen im Stadion Niederrhein. Alemannia Aachens Spieler hatten erhöhten Gesprächsbedarf, die Aufarbeitung des erfolglosen Gastspiels bei Rot-Weiß Oberhausen (2:3) startete zeitnah.

Die Kernfrage, die alle Gruppen beschäftigte: Wie kann es sein, dass eine Mannschaft aus dem Spiel heraus kaum Chancen zulässt, aber drei Gegentreffer nach ruhenden Bällen kassiert?

Fuat Kilic hatte einen Erklärungsansatz, Alemannias Trainer sagte: „Wir haben bei den Standardsituationen im Vorfeld eine klare Zuordnung vorgenommen, die nicht eingehalten wurde.“ Daraus resultieren zwei Gegentore nach Eckbällen, „und beim dritten Treffer verteidigen wir im Raum anstatt Mann gegen Mann“. Die körperliche Überlegenheit hatte sich nicht ausgezahlt, und so waren es die vermeintlichen Kleinigkeiten, die an diesem Abend den Ausschlag gaben.

Die tabellarische Konstellation — der Tabellenletzte war zu Gast beim Spitzenreiter — hatte sich auf dem Platz nicht widergespiegelt, spielerisch begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. „Das war ein attraktives Regionalliga-Spiel“, sagte Kilic denn auch.

Dazu war es allerdings nur gekommen, weil sich seine Mannschaft im Vergleich zum Wattenscheid-Spiel vier Tage zuvor wesentlich engagierter und zielstrebiger präsentierte. Und es hatte den Anschein, dass das Schlusslicht den ersten Punkt ausgerechnet beim Primus würde einfahren können, als der frech aufspielende Blendi Idrizi RWO-Keeper Robin Udegbe ein zweites Mal überwand.

Drei Minuten vor dem Ende kassierte Alemannias Keeper Daniel Zeaiter, der für den verletzten Niklas Jakusch zwischen den Pfosten stand, aber noch das dritte Gegentor — nach einem Einwurf.

„Es ist brutal ärgerlich, so zu verlieren“, ärgerte sich der Schlussmann über die dritte Niederlage im dritten Spiel. „Ich bin aber Optimist: Auch wenn wir keinen Punkt mitgenommen haben, haben wir einen Schritt nach vorne gemacht.“

(bj)
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