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Becherwurf am Tivoli: Welche Konsequenzen der Spielabbruch für die Alemannia hat

Becherwurf am Tivoli : Welche Konsequenzen der Spielabbruch für die Alemannia hat

Die Wertung des abgebrochenen Spiels gegen Borussia Mönchengladbach II steht fest, über eine finanzielle Strafe entscheidet noch die Spruchkammer.

Der Tabellenplatz wird sich nicht verändern, dafür das Torverhältnis. 0:1 lag Alemannia Aachen gegen Borussia Mönchengladbach II zurück, als ein Becher aus dem Familienblock am Kopf des Schiedsrichterassistenten landete. Eine Minute vor dem regulären Ende wurde die Partie abgebrochen. Die Partie der Fußball-Regionalliga wird nach Informationen unserer Zeitung mit 0:2 Toren gewertet, die Parteien haben sich darauf im schriftlichen Verfahren verständigt. Alemannia verzichtete auf eine mündliche Erörterung, zu eindeutig war der Sachverhalt.

Die Ermittlungen gegen den Beschuldigten laufen noch, sagt eine Polizeisprecherin. Nach Vereinsangaben hat er bislang die Tat bestritten. Die Beweislage ist nicht schlecht für die Alemannia: Es gibt Zeugen und Videos des Vorfalls. Auf jeden Fall, so bestätigt es Geschäftsführer Sascha Eller, werde man versuchen, den Verursacher des Spielabbruchs in Regress zu nehmen.

Denn neben der Spielwertung wird es auch eine finanzielle Buße geben. Zudem droht Aachen ein Geisterspiel. In der nächsten oder übernächsten Woche soll es eine Verhandlung geben, so plant es Georg Schierholz, der das Sportgericht des Westdeutschen Fußball-Verbandes leitet. Es wird dann nicht nur um den Becherwurf aus dem Gladbach-Spiel gehen, auch der Flitzer (Fortuna Köln-Partie) und die verbotene Pyro-Show (Münster) werden thematisiert und sanktioniert.

Beim vergangenen Heimspiel am Freitag sammelten Ultras nicht eingelöste Pfandbecher ein, das Geld soll für die finanzielle Strafe des abgebrochenen Spiels verwendet werden. Eller begrüßt, „dass sich die Fans Gedanken machen, wie sie dem Verein helfen können“. Er sagt auch, dass sich noch niemand gemeldet habe, um einen eventuellen Schaden zu begleichen, der durch die Pyro-Show entstanden sein könnte.

In einem Podcast mit dieser Zeitung hatte sich Aachens Geschäftsführer zuletzt dafür ausgesprochen, mit dem Verband und den Beteiligten Wege oder auch Orte im Stadion für ein legales Feuerwerk zu finden. Eller kündigt eine Arbeitsgruppe an, an der auch andere Fußball-Regionalligisten nach Lösungen mitsuchen sollen.

(pa)