Vorbericht: Alemannia Aachen gegen Borussia Dortmund II

Dortmund II zu Gast am Tivoli: Alemannia ist auf alle Möglichkeiten vorbereitet

Es ist knapp einen Monat her, dass sich Alemannia Aachen und Borussia Dortmund zum schwarz-gelben Gipfeltreffen am Tivoli trafen.

Angereist zum Freundschaftsspiel waren die Gäste mit einigen Stars, beim souveränen 4:0-Sieg des Bundesliga-Tabellenführers hatten auch Mario Götze und Maximilian Philipp getroffen. Am Samstag fährt der Mannschaftsbus des BVB wieder an der Krefelder Straße vor, die Regionalliga-Mannschaft bestreitet ab 15.30 Uhr ihr letztes Hinrundenspiel in Aachen.

Offiziell wird das Team als Zweitvertretung gelistet, aber es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass daraus am Samstag der BVB 1.5 wird. Denn schon am Dienstagabend liefen Shinji Kagawa, Alexander Isak und Sebastian Rode für die „Zweite“ der Borussia auf, und die Profis waren maßgeblich daran beteiligt, dass die Westfalen mit 5:0 gegen RW Essen gewannen: Isak traf drei Mal, Kagawa hatte drei Mal mustergültig serviert.

„Was die Personalsituation angeht, weiß man nie, was einen erwartet“, räumt Fuat Kilic ein; bereits 32 Spieler sind in dieser Saison für die „Zweite“ der Borussia aufgelaufen. Alemannias Trainer sagt aber auch: „Wir sind auf alle Möglichkeiten vorbereitet.“ In die Karten schauen ließen sich die Dortmunder nicht, ein BVB-Sprecher erklärte, dass man sich nicht zum Kader äußern wolle, da „wir Personalien nie vorher bekanntgegeben“.

Kilic sieht keinen klaren Favoriten gegen BVB-Nachwuchs

Für Kilic ist die personelle Komponente zweitrangig, auch wenn er einräumt, dass „zwei oder drei gestandene Profis natürlich eine Partie bestimmen können“. Der Tabellenzweite aus dem Ruhrgebiet habe aber auch ohne Verstärkung eine „sehr spielstarke Mannschaft mit einer hohen individuellen Qualität“. Die Marschrichtung für seine Spieler bleibe die gleiche, „wir gehen das Spiel mit offensivem Visier an“, kündigt Aachens Chefcoach an.

Im Test gegen die erste Dortmunder Mannschaft stand Vincent Boesen 66 Minuten auf dem Platz, was dem jungen Angreifer durchaus gefiel. „Das hatte aber weniger mit dem Gegner zu tun, sondern vielmehr damit, dass ich wieder Spielpraxis sammeln konnte“, sagt der 20-Jährige, der nach einem starken Start von einer Verletzung ausgebremst wurde und ein wenig aus der Spur geriet.

Im Pokal unter der Woche durfte Boesen wieder von Anfang an stürmen, beim A-Ligisten Rösrath steuerte er drei Treffer zum 7:0-Sieg bei. Den Weg in die Startelf wird er vermutlich auch am Samstag nicht finden, da Sturmkollege Dimitry Imbongo wieder den Vorzug erhalten dürfte und es nach den Leistungen der vergangenen Wochen keinen Grund gibt, einen Systemwechsel vorzunehmen, obwohl zuletzt zu wenig Zählbares auf das Aachener Konto gewandert ist (1:2 bei Mönchengladbach II, 1:1 in Bonn).

„Wir wollen effektiver als in den vergangenen Wochen sein“, sagt Kilic, der im Vergleich zum Pokalspiel eine fast neue Startelf ins Rennen schicken könnte. Lediglich Torhüter Daniel Zeaiter könnte übrig bleiben, da Stammkeeper Niklas Jakusch nach einem grippalen Infekt Kreislaufprobleme hat und wohl nicht zur Verfügung steht. Wie es sich anfühlt gegen eine Dortmunder Mannschaft zu spielen, weiß der Schlussmann: Zeaiter stand im Testspiel gegen den BVB eine Halbzeit lang im Aachener Tor . . .

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