Burghausen/Aachen: Unstrittige Absage des Alemannia-Spiels

Burghausen/Aachen: Unstrittige Absage des Alemannia-Spiels

Die erste Absage im Dezember war noch etwas mysteriös. In der Phase, als Alemannias finanzielle Misere bekannt wurde, fielen einige Spiele plötzlich aus. Der Verdacht kam auf, dass die Gegner lieber gegen eine deutlich geschwächte Aachener Mannschaft antreten wollten. Die erneute Absage der Partie am Dienstag in Burghausen war dann aber völlig unumstritten.

„Der Platz ist nicht bespielbar, das sind keine regulären Bedingungen“, hatte Manager Uwe Scherr bei einer ersten Platzbegehung schnell geurteilt. Und auch die Wacker-Spieler schlossen sich der Einschätzung an. „Die Gesundheit sollte vorgehen“, sprach der erfahrene Youssef Mokhtari. Schon am Morgen hatte das Wacker-Team bei einer kleinen Trainingseinheit mit dem Kopf geschüttelt.

Das Aachener Team wartete im Hotel die Entscheidung ab. Die fiel ziemlich spät, weil Schiedsrichter Manuel Kunzmann auch ein Opfer der extremen Schneeverhältnisse wurde. Erst gegen 17 Uhr kam er in Burghausen an. Der Volljurist hatte schnell ein Urteil parat: „Der Platz ist eindeutig nicht bespielbar.“ Stellenweise war der Untergrund tief gefroren, an anderen Stellen aufgeweicht. In der Nacht zuvor hatte die Rasenheizung weitgehend kapituliert.

Ein Nachholtermin ist nicht in Sicht, die Parteien plädierten vor Ort für einen frühlingshaften Märztag. Ärgerlich war die extrem kurzfristige Absage nicht nur für die Aachener Profis, die sofort wieder mit dem Bus in Richtung Westen aufbrachen. Just als die Partie abgesagt wurde, kam ein Bus mit mehreren Dutzend Aachener Anhängern an.

(pa)
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