Velbert: Ungefährliche Alemannia verliert auch in Velbert

Velbert: Ungefährliche Alemannia verliert auch in Velbert

Das 3:1 gegen Wegberg-Beeck hatte am Tivoli die Stimmung vorrübergehend aufgehellt, doch schon gibt es den nächsten Nackenschlag für das Team von Christian Benbennek. Trotz spielerischer Überlegenheit sorgte besonders eine eklatante Abschlussschwäche für eine 0:1-Niederlage bei dem Aufsteiger SSVg Velbert.

In den ersten Minuten der Partie sah es noch richtig gut aus: Die unveränderte Startelf drückte ordentlich auf das Gaspedal und sorgte dafür, dass der Tabellenzwölfte aus dem Bergischen Land kaum in das Spiel kam. Aachen dominierte das Spiel, aber egal ob Zieba, Graudenz oder Maier, die Torgefahr der Alemannia tendierte gegen Null, obwohl die Hausherren mit vielen Ballverlusten im Aufbauspiel die Kaiserstädter zu besten Chancen einlud.

Mit steigender Spieldauer wurden die Gäste dann immer zögerlicher und verunsicherter, was Velbert zurück in das Spiel brachte. Großchancen in Halbzeit Eins: Fehlanzeige. Im zweiten Spielabschnitt dann ein ähnliches Bild. Aachen überlegen aber ohne Chancen, Velbert setzte auf Konter. Und so kam es, wie es viele der rund 500 Alemannia-Fans befürchteten: In der 57. Minute setzte sich Hagemann gegen Vrzogic durch und sprintete allen Verteidigern davon.

TSV-Keeper Löhe kam aus seinem Tor heraus, aber Hagemann schloss den Konter problemlos mit einem Schuss in die linke Ecke zum 1:0 ab. Ein wirkliches Aufbäumen der Aachener war nicht festzustellen — sehr zum Unmut der schwarz-gelben Fans. Auch die eingewechselten Rüter, Hasani und Demai brachten nicht die Wende und damit fuhren die Alemannen ohne Punkte wieder zurück in die Kaiserstadt.

Nächste Woche wartet dann das wichtige Spiel gegen Rot-Weiss Essen am eigenen Tivoli (Samstag, 14.00 Uhr). Was vergangene Saison noch ein Spiel um die Spitze vor 30.000 Zuschauern war, wird jetzt ein Gradmesser, ob Aachen überhaupt den Anschluss an das obere Tabellendrittel halten kann. Dafür muss sich besonders die „Abteilung Attacke“ ganz anders präsentieren als gegen Velbert.

(cheb)