Lotte/Aachen: Und jetzt Wiedergutmachung gegen Gladbachs Zweite

Lotte/Aachen : Und jetzt Wiedergutmachung gegen Gladbachs Zweite

Erst nach dem Schlusspfiff, als das Adrenalin so langsam wich, spürte Marcus Hoffmann den brummenden Schädel. „Mit der Sicht auf dem linken Auge war’s schon während des Spiels nicht so gut“, Alemannia Aachens starker Innenverteidiger hatte einen Cut und eine Schwellung davongetragen im Duell mit Fabian Montabell.

Der volle Einsatz beim Führungstreffer war bezeichnend für den Auftritt gegen die Sportfreunde Lotte, Trainer Peter Schubert „absolut zufrieden“ nach dem 1:1. „Wir mussten 90 Minuten lang höllisch konzentriert sein gegen einen Gegner mit viel Ballbesitz — und haben das hervorragend gelöst.“

Torschütze Hoffmann, der sich zur Sicherheit am trainingsfreien Mittwoch noch in der Klinik untersuchen ließ, hielt sogar den vierten Auswärtssieg in Serie für möglich. „Vielleicht holen wir hier drei Punkte, wenn Lotte nicht kurz vor der Pause den Ausgleich macht.“ In einer Situation, in der eigentlich nicht viel passieren konnte, verursachte Jannik Stevens einen folgenschweren Freistoß. „Das musste nicht sein, nahe der Eckfahne. Da muss er sich cleverer anstellen“, monierte Schubert. Für den wohl schlechtesten Platz der Liga hatte Co-Trainer Reiner Plaßhenrich der Mannschaft den Hinweis mitgegeben: „Versucht hier nicht, klein-klein zu spielen — es wird Euch Kopf und Kragen kosten.“

Folgen hat die Partie für Marco Neppe. Der „Sechser“ ist nach seiner fünften Gelben Karte am Samstag gesperrt. Dann kommt die Reserve von Borussia Mönchengladbach zum Tivoli. „Ein Gegner, der uns in der Hinrunde richtig den A…. versohlt hat“, erinnert sich Peter Schubert an das 0:5. „Da ist für die Jungs Wiedergutmachung angesagt. Mit dem gleichen Engagement und Willen wie am Dienstag in Lotte.“

(sch)