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„You never talk alleng“, Folge 6: Peter Hackenberg findet klare Worte

„You never talk alleng“, Folge 6 : Peter Hackenberg findet klare Worte

Klar und schnörkellos wie als Spieler: Der ehemalige Kapitän Peter Hackenberg wählt im Podcast klare Worte. So viele, dass es am Ende für zwei Folgen reicht. Teil 1 des Gesprächs mit einer echten Führungsfigur.

Bisher wurde der Alemannia-Podcast „You never talk alleng“ immer am Tivoli aufgenommen. Die aktuelle Folge ist daher eine Premiere – wobei der Aufnahmeort trotzdem „Tivoli“ heißt. Im Neubau des Medienhauses Aachen gibt es nämlich einen Besprechungsraum mit dem Namen des Alemannia-Stadions.

In jenem Besprechungsraum trafen drei bestens gekleidete Herren aufeinander. Weil Peter Hackenberg als Immobilienmakler stets mit Anzug und Krawatte auftritt, taten es Moderator Thorsten Pracht und Alemannia-Experte Benjamin Jansen ihm gleich. Rein modisch traf man sich also auf Augenhöhe. Peter Hackenberg außerhalb des Sportplatzes in Jogginghose und T-Shirt treffen? Undenkbar! Der Mann hat Prinzipien.

Einstellung, Prinzipien, vorbildliches Verhalten: Auch Monate nach seinem Karriereende lebt Hackenberg diese Tugenden noch immer. Jeden Morgen früh aufstehen, Sport machen, den Tag strukturieren – bei Peter Hackenberg gibt es kein Larifari. „Ich war schon sehr früh ein strategischer Denker“, sagt der 33-Jährige. Nicht umsonst sei er bei seinen 22 Trainern immer mindestens Vize-Kapitän gewesen.

„Im Team ist kein Ich“, diesen Satz benutzt Hackenberg. Warum ein Spieler wie er noch nicht offiziell vom Verein verabschiedet wurde? „Ich brauche das nicht, ich habe immer genug Respekt von allen Seiten bekommen. Eine Verabschiedung zu bekommen, ist nichts Wesentliches für mich“, sagt der Vorbild-Spieler. Und man glaubt es ihm.

Als er in einer Frage in eine Reihe mit Tivoli-Größen wie Reiner Plaßhenrich, Willi Landgraf oder Günter Delzepich gestellt wird, grätscht Hackenberg dazwischen. In dieser Riege sieht er sich nicht, nicht nach dunklen Jahren in der Regionalliga. Dennoch hat er seinen Platz in der Alemannia-Historie, spricht vom sehr ehrlichen Aachener Publikum. „Wenn sie merken, dass die Spieler Blut, Schweiß und Tränen auf dem Platz lassen, dann wird das eher honoriert als der Trickser.“

Jetzt ist Hackenberg Repräsentant von Alemannia Aachen, was ihn nicht von klaren Aussagen abhält: „Wichtig ist eine klare Richtung, eine klare Philosophie. Und da lege ich mal den Finger in die Wunde: In meiner Zeit seit 2013 war ja gefühlt jedes Jahr, spätestens jedes zweite Jahr eine andere Führungsriege da. So kann kein Unternehmen erfolgreich agieren“, sagt er.

Es ist nur einer von einigen klaren Sätzen, die Hackenberg im Podcast anbringt. Am Ende ist das Gespräch so spannend und ergiebig, dass zwei Podcast-Folgen daraus entstanden sind. Den zweiten Teil des Gesprächs mit Peter Hackenberg gibt es am Mittwoch, 31. August.

(red)