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Netzschau zum Spiel Alemannia Aachen gegen Fortuna Düsseldorf II

Netzschau zum Spiel bei Düsseldorf II : Zwei Joker für ein Hallelujah!

Rückstand trotz früher Führung, kaltnasses Wetter und dann auswärts bei einer Zweitvertretung – die Gesichter der Alemannia-Fans in Düsseldorf waren ziemlich zerknirscht. Doch dann das: Kilics Joker stechen und bescheren den Schwarz-Gelben drei Punkte. Hat immer Comebackqualitäten: die Netzschau!

„Auf in die Landeshauptstadt!” hieß es am Samstag für die treuen Anhänger der Alemannia. In Düsseldorf sollte das Pflichtspieljahr der Schwarz-Gelben unbedingt mit einem Sieg enden. Auf lautstarke Unterstützung konnten dann auch nur die Kicker aus der Kaiserstadt setzen. Da die erste Mannschaft der Fortuna zeitgleich in der Bundesliga spielte, irrten kaum Anhänger der Rot-Weißen in das alte Stadion am Flinger Broich.

Vielleicht kann die Fortuna auch als Vorbild für die Aachener dienen? Immerhin waren sie auch in den Niederungen der Ligen verschwunden, ehe sie es zurück in die Bundesliga schafften.

Für manche Fans war es besonders schwer, sich am Samstag aus dem Bett zu quälen – schließlich steht ja im Dezember auch die ein oder andere Weihnachtsfeier auf dem Programm. So auch beim Fanclub Black Eagles...

Alemannias Team wollte vor ihrer Weihnachtsfeier noch einmal Vollgas geben. Fuat Kilic schickte in bester Hoffnung wieder seine favorisierten Schwarz-Gelben auf den Platz.

Früh konnten die lautstarken Fans jubeln, als Jonathan Benteke zum 1:0 für die Alemannen traf. Doch die Freude hielt nicht lange. Nur zehn Minuten später stand es 2:1 für die zweite Mannschaft der Düsseldorfer. Und so mancher Fan dachte sich wohl – ganz in Anlehnung an den alten Schlager-Klassiker – „Ach, wär ich doch in Aachen geblieben...”

Das Ergebnis hatte auch zum Pausenpfiff noch Bestand und einige Anhänger äußerten bereits ihren Unmut über Fuat Kilic. Doch der wollte es den Zweiflern wohl noch so richtig zeigen. Auftritt David Pütz. Eingewechselt in der 65. Minute. Eckball, Kopfball und Tooooooor nur wenige Sekunden später. Kilic hatte aber noch ein zweites Ass im Ärmel. In der 85. Minute kam Florian Rüter ins Spiel und wieder dauerte es keine Zeigerumdrehung, ehe er einen Steilpass von Stipe Batarilo zum 3:2 verwandelte aus Sicht der Aachener. Juhu!

Die Alemannia bewies also Comebackqualitäten und holte sich dafür den verdienten Jubel von fast allen der 429 Zuschauer am Flinger Broich ab. Manche jubelten einfach direkt...

... andere probierten es eher mit einer taktischen Analyse zum letzten Pflichtspiel in 2019.

Eins steht fest: 2020 lesen wir uns wieder! Dann wird Fuat „Lucky Hands” Kilic zeigen, ob er noch ein paar Tricks auf Lager hat.

Doch zum Abschluss müssen wir nochmal richtig wütend werden: Rund 50 vermeintliche Anhänger eines anderen Klubs aus der Region griffen Alemannia-Fans bei der Rückfahrt im Zug an. Wir wünschen den Verletzten schnelle Besserung und hoffen, dass die Polizei dafür Sorge tragen kann, dass die Angreifer so schnell kein Fußballstadion mehr von innen sehen dürfen. Netzschau, over and out!