Netzschau zum Saisonauftakt von Alemannia Aachen gegen Wuppertal

Netzschau zum Saisonauftakt der Alemannia : Euphoriebremse Wuppertal

Ach, Alemannia … FVM-Pokalsieg im Mai, der Kader wurde fast komplett gehalten, die Vorbereitung lief fast ausnahmslos super, DFB-Pokal-Vorfreude mit einem ausverkauften Tivoli und erstmals wurde der Aufstiegswunsch wieder am Tivoli verbalisiert. Entsprechend euphorisiert erwarteten die Fans auf den Saisonauftakt, der die Schwarz-Gelben nach Wuppertal führte. Am Ende gab es lange Gesichter. Erging es nicht anders: unserer Netzschau.

Rund zwei Monate nach dem letzten Pflichtspiel, in dem sich die Alemannia mit dem Sieg im FVM-Pokal-Finale über Fortuna Köln das DFB-Pokal-Ticket sicherte, rollte der Ball endlich wieder in der Regionalliga West. Am Samstag war wieder „Matchday“!

Der Spielplan hielt für die Alemannia zum Start direkt einen Westschlager bereit. Es ging ins Bergische Land zum Wuppertaler SV. Obwohl man dort in den vergangenen Jahren nicht wirklich glänzen konnte, war die Euphorie groß, schließlich sprachen selbst die Verantwortlichen am Tivoli davon „oben mitmischen“ zu wollen. Und auch gegen einen Aufstieg „würde sich niemand wehren“. Drei Punkte zum Auftakt sind da zwar keine Pflicht, aber dennoch wünschenswert. Zumindest aus Sicht der Fans:

Dazu noch ein wenig Aberglaube und dann sollten die Schwarz-Gelben das doch wuppen können (an dieser Stelle klopfen wir uns kurz selbst auf die Schulter für das phänomenale Wortspiel):

Nicht nur das Wetter, auch die Aachener Anhängerschaft war heiß. Selbst die Wespen im Gästerang konnten die Fans nicht vertreiben, die mit ihrer Mannschaft möglichst perfekt in die Saison starten wollten.

Doch das einzig perfekte in der ersten Halbzeit war ein Sonntagsschuss des Wuppertalers Kapitäns Tjorben Uphoff. Der zog einfach mal aus 30 Metern ab und der Ball landete im Tor von Aachens neuer Nummer Eins Ricco Cymer. Bitter! Es war wie so häufig in der vergangenen Saison: Die Alemannia war optisch klar überlegen, wirklich zwingend in der Offensive war es aber nicht. Und so ging es mit einem Rückstand in die Pause.

Aus der kamen die Aachener mit viel Druck nach vorne. Der Ausgleich sollte her. Doch es dauerte bis zum 73. Minute ehe er fiel. Wieder einmal kamen die Aachener über ihre linke Seite, André Wallenborn, neu aus Wiedenbrück gekommen, brachte den Ball flach in die Box und am langen Ende stand der aufgerückte Fiedler frei und schob ein.

Ein Tor für Wuppertal, ein Tor für die Alemannia, das machte auf der Anzeigetafel einen Zwischenstand von 1:1. Einfache Matti-matik sozusagen.

Typisch für ein solches Spiel, in dem die Mannschaft vom Tivoli optisch weiterhin überlegen blieb: Nach einer Ecke keine zehn Minuten vor Schluss fingen sich die Gäste das 1:2. Wieder war es Wuppertals Kapitän Uphoff, der auch schon im März für den Sieg seines WSV in Aachen auf dem Tivoli gesorgt hatte. Und damit war das Auftaktspiel dahin.

Die Euphorie wich der Frustration:

Für einige war es wieder „eine Tour zum vergessen“:

Noch ein Kommentar zum Thema “Aufstieg”?

Oder gleich das gesamte Saisonfazit?

Zur Aufmunterung: Oben mitgespielt und sogar aufgestiegen sind in der Regionalliga West bisher noch keine Mannschaften, die alle Saisonspiele gewonnen haben. Es besteht also noch Hoffnung. In der kommenden Woche empfangen die Schwarz-Gelben zuhause die zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf.

Wird wie immer vor Ort sein und auf drei Punkte für die Alemannia hoffen: unsere Netzschau!