Netzschau zum Pokalspiel der Alemannia gegen Freialdenhoven

Netzschau zum Pokalspiel der Alemannia gegen Freialdenhoven : Kumm, loss mer fiere!

Am Samstag gastierte die Alemannia im Rahmen des FVM-Pokals in Freialdenhoven. Gegen die heimische Borussia stand das Viertelfinale auf dem Plan. Am Ende waren bei Trainer zufrieden, der Aachener Anhang jubelte und Karneval ist nun auch am Tivoli erlaubt. Begrüßen wir die Netzschau mit einem dreimal kräftigen Alaaf!

Im ganzen Rheinland wird seit Donnerstag ausgelassen Karneval gefeiert. Wirklich im ganzen Rheinland? Nicht ganz. Auf den Trainingsplätzen der Alemannia aus Aachen und der Borussia aus Freialdenhoven brannte nicht nur das Licht, sondern auch die Spieler auf dem Platz. Denn für beide Mannschaften stand am Samstagnachmittag das Viertelfinale im FVM-Pokal an. Für den Mittelrheinligisten das Spiel des Jahres.

Auch für die Kaiserstädter war das Spiel von großer Bedeutung. Denn der Sieg des Verbandspokals bedeutet die Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison und garantierte Mehreinnahmen, die Kaderplaner Kilic in die Mannschaft investieren könnte. Entsprechend gespannt waren auch die schwarz-gelben Fans auf die Partie.

Zwischen dem Tivoli und dem Stadion an der Ederener Straße liegen noch nicht einmal 25 Kilometer, sodass sich gleich 2000 Fans auf den Weg nach Freialdenhoven machten. Die Verantwortlichen beim SC hatten aber für ausreichend Parkplätze gesorgt und so standen am Samstag auf den Wiesen rund um die Sportanlage keine Kühe oder Pferde sondern jede Menge Autos.

Und auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Der gut informierte Stadionsprecher ließ alle Zuschauer an seinem Wissen teilhaben: Die Caféteria, das Gebäude mit dem großen Freialdenhoben-Schriftzug, hatte geöffnet. Zudem gab es an beiden Eingängen Getränke und heiße Würste und last but not least gab es einen weiteren Verpflegungsstand in der Nähe der Cafétria (das Gebäude mit dem Freialdenhoven-Schriftzug).

Nachdem alle verpflegt waren, konnte das geschehen auf dem Platz starten. Wie ernst es Kilic mit dem Pokal meint, machte die Startaufstellung der Schwarz-Gelben deutlich. Da gab es keine Experimente, da wurde wie im Ligabetrieb aufgestellt.

Stichwort Ligabetrieb: Den hatte Borussia Freialdenhoven noch nicht wieder aufgenommen. Ganz im Gegensatz zu den Aachener, die schon drei Pflichtspiele in diesem Jahr absolviert hatten. Und dabei ungeschlagen und ohne Gegentor blieben.

Kurz vor 15 Uhr betraten die Akteure den Platz und dann ging es auch gleich los.

Das Spielgeschehen in der ersten halben Stunde ist schnell erzählt: Der underdog suchte zu Beginn seine Chance, aber mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gäste das Heft des Handelns und machten das im Großen und Ganzen sehr souverän. Nach 20 Minuten lupfte Dimitry Imbongo den Ball auf den freistehenden Robin Garnier, der keine Probleme hatte das Leder aus wenigen Metern ins Tor zu köpfen. Keine zehn Minuten später wurde aus dem Vorbereiter der Torschütze: Imbongo legt das 2:0 mit einem feinen Füßchen nach und streichelte den Ball ins rechte untere Eck.

Doch die Spieler von SC-Trainer Wilfried Hannes stecken nicht auf. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gab es für die Gastgeber einen Freistoß, den Freialdenhovens Nummer 9, Kevin Kruth, ins Aachener Tor köpfte. Das erste Pflichtspielgegentor 2019 für die Alemannia war damit gefallen.

In den zweiten 45 Minuten zeigte die Alemannia über weite Strecken wieder ihre Abgeklärtheit in der Defensive und bei der Spielkontrolle. Allein das Klagelied der vergebenen Chancen wurde weiter gesungen: In der 53. Minute hatte Garnier eine Chance auf sein zweites Tor, nur eine Minute späte folgte ein Kopfball von ihm, der seinen Weg ins Ziel nicht fand, in der 57. Minute versuchte sich Vincent Boesen, in der 75. Minute eroberte Stipe Batarillo den Ball mit einer schönen Grätsche in der eigenen Hälfte, über eine schöne Kombination ging es vor das Freialdenhovener Gehäuse, allein das dritte Tor für die Alemannia fiel nicht. Als es dann in der 80. Minute fiel, wurde auf Abseits entschieden.

Es dauerte bis in die Nachspielzeit bis der eingewechselte Manuel Glowacz den Deckel drauf machte und mit einem Schuss von der 16-Meter-Grenze ins lange Eck die Schwarz-Gelben jubeln ließ. Abpfiff, Halbfinale!

Der Aachener Traum vom DFB-Pokaleinzug lebt damit weiter.

Und wie versprochen, gab Fuat Kilic seinen Jungs nach dem Spiel zwei Tage frei, um Karneval zu feiern oder entspannen zu können. Genau wie die Fans.

Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag zuhause gegen den Wuppertaler SV statt. Bis dahin gilt aber: Kumm, loss mer fiere! Netzschau, Alaaf! Alemannia, Alaaf! Netzschau, Alaaf!