Netzschau: Alemannia Aachen gegen den SV Bergisch Gladbach

Netzschau zum Spiel gegen Bergisch Gladbach : Gelungene Pokal-Generalprobe

Alemannia gegen Bergisch Gladbach. Bisher gab es keine Pflichtspiele zwischen den beiden Teams. Um die Statistikbücher möglichst schnell mit Daten zu füllen, ist die Begegnung direkt zweimal innerhalb von drei Wochen angesetzt. Erst in der Liga, dann im Pokal. Den ersten Vergleich konnten die Schwarz-Gelben für sich entscheiden, wie unsere Netzschau zu berichten weiß.

Nach dem 1:1 in Köln gegen die Fortuna spielte das Sportliche in der Kaiserstadt leider erst einmal keine Rolle. Selbst der friedliche Protest gegen Anstoßzeiten unter der Woche, der von Aachenern und Kölner initiiert wurde, war kaum der Rede wert – auch wenn es bei dieser Thematik sicher genug Argumente auf beiden Seiten geben dürfte. Gesprochen wurde wieder über ein Feuerwerk, aber keines auf dem Rasen sondern ein unrühmliches auf den Rängen.

Das wurde nicht nur vom Trainer der Schwarz-Gelben kritisiert. Auch Fuat Kilics Arbeitgeber veröffentlichte ein Statement gegen Aktionen, die der Alemannia schaden. Es drohen wieder Strafen durch den Verband und auch der Hauptsponsor meldete sich dieses Mal kritisch zu Wort.

Fakt ist, dass solche Aktionen in deutschen Stadien verboten sind. Und jedes darüber Hinwegsetzen schadet der Alemannia. Viele Fans haben sich daher im Vorfeld der Partie am Samstag noch einmal deutlich distanziert.

Nichtsdestotrotz hieß es an jenem Samstag nun aber wieder Matchday!

Erstmals trafen die Alemannia und der SV Bergisch Gladbach in einem Pflichtspiel aufeinander. Der Besuch auf dem Tivoli war für den Aufsteiger ein echtes Highlight:

Ganz im Gegensatz zur ersten Halbzeit: Die Alemannia, bei der erstmals André Krull im Tor und Jonathan Benteke in der Liga von Beginn an ran durften, hatte zwar gefühlt 100 Prozent Ballbesitz, aber keine Ideen, um das Abwehrbollwerk aus dem Bergischen zu knacken. Schnell war klar, dass das an diesem Nachmittag ein Geduldsspiel werden würde, für das viel Arbeit nötig war. Wenig überraschend ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden die Mühen der Aachener durch ein erzwungenes Eigentor der Gäste belohnt – ansonsten hätte Kai Bösing das Ding für seine Mannschaft gemacht. Der Knoten war nun geplatzt. Florian Rüter und Benteke erhöhten innerhalb weniger Minuten auf 3:0. Für den Belgier war es nach seinem Dreierpack im Pokal gegen Raspo das erste Tor in der Regionalliga. Glückwunsch!

Die Hausherren nahmen nun den Fuß ein wenig vom Gaspedal, die Gäste ließen sich am Schluss doch einmal in der gegnerischen Hälfte blicken und beförderten den Ball an die Latte – der so typische Gegentreffer blieb dadurch dieses Mal aus, die Null hinten hatte Bestand.

Und so blieb es letztendlich beim 3:0 der gegen Bergisch Gladbach vor 4600 Zuschauern auf dem Tivoli. Die Aachener sind nun seit sechs Partien ungeschlagen, die Generalprobe für das erneute Aufeinandertreffen am 23. November im Rahmen der zweiten FVM-Pokalrunde war geglückt, Dankeschön und auf Wiedersehen.

Aber natürlich nicht ohne die Mannschaft zu verabschieden und sich schon einmal ein bisschen auf das kommende Spiel einzustimmen. Das findet am kommenden Samstag in Essen statt. Schwarz-Gelb gegen Rot-Weiss. Aachen gegen Essen. Westschlager. Traditionsduell. Ist jetzt schon heiß darauf: die Netzschau!

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