Mittelrheinpokal: Alemanni Aachen schlägt SV Schlebusch

40 Minuten in Unterzahl: Alemannia zieht ins Pokal-Viertelfinale ein

Am Ende musste Alemannia ziemlich energisch verteidigen. Der Regionalligist kam in Unterzahl in Bedrängnis beim klassentieferen SV Schlebusch. Die Gäste setzten sich schließlich durch und gewannen das Spiel in der zweiten Runde des Bitburger Pokals verdient mit 3:1.

Es war der Nachmittag von Manuel Glowacz, dem bislang kaum etwas gelungen war bei seinem neuen Verein. „Zumindest hat er großen Anteil daran, dass wir weitergekommen sind“, analysierte Aachens Trainer Fuat Kilic nach dem Spiel.

Der erste Torjubel der Schwarz-Gelben verhallte schnell, Blendi Idrizi stand im Abseits. Nach elf Minuten ging der Favoriten dann doch in Führung. Nach einem Ballverlust ging es zu schnell für den Landesligisten. Robin Garnier bediente Glowacz, der aus 16 Metern vollendete. Für den Routinier war es der erste Treffer in einem Pflichtspiel für die Aachener. Glowacz war auch am Ausgleich beteiligt, wenn auch erkennbar unfreiwillig. Nach seinem Eckball konterten die Gastgeber, Tim Herbel nutzte die Überzahl und erzielte das überraschende 1:1 (27\.).

Der Favorit blieb entspannt, schließlich hatte sich Glowacz Einiges vorgenommen. Der 31-Jährige gehört wie Mahmut Temur zu den „Bewährungsspielern“, die nach enttäuschender Hinrunde nun liefern müssen. Der Mittelfeldspieler kam nach schöner Kombination erneut zum Abschluss und traf präzise zum 2:1 für die Aachener (32\.).

Zur Pause brachte Kilic Vincent Boesen für Steven Rakk und stellte auf ein 3-5-2-System um. „Wir waren teilweise zu lethargisch und haben gedacht, dass das hier mit halber Kraft geht“, war der 45-Jährige unzufrieden.

Der Trainer forderte mehr Zielstrebigkeit ein. Es kam dann ganz schnell anders. Peter Hackenberg musste ins Laufduell mit Martin Schulz, der kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall kam. Schiedsrichter MartinTietze entschied auf Notbremse und Platzverweis. „Unfassbar“ fand Kilic die Entscheidung am Ende „eines normalen Zweikampfs“. Die absehbare Sperre für Aachens Kapitän wirkt sich auch im Ligabetrieb aus. Gespielt waren da 49 Minuten, und fortan verdiente sich das Pokalspiel seinen Namen.

Es wurde etwas hektisch, die Aachener behielten weitgehend die Spielkontrolle. „Wir haben es in Unterzahl richtig gut gemacht“, war Kilic dann noch versöhnt. Blendi Idrizi erzielte mit dem letzten Schuss des Nachmittags noch das 3:1. Aachen erreicht das Viertelfinale (2./3. März), das Mitte Januar ausgelost wird.

(pa)
Mehr von Aachener Zeitung