Wuppertal: Krimi endet Unentschieden: Alemannia bleibt auswärts unbesiegt

Wuppertal: Krimi endet Unentschieden: Alemannia bleibt auswärts unbesiegt

Im Duell der Verfolger und Traditionsklubs hat sich die Alemannia, in einer nervenaufreibenden Partie, die Punkte mit dem Aufsteiger aus Wuppertal geteilt. 2:2 endete der Krimi, der live bei Sport1 übertragen wurde. Im Drehbuch standen nicht nur ein Freistoß- und ein Traumtor, sondern auch ein Platzverweis.

Im Stadion am Zoo begann das Heimteam furios. Die Elf um Trainer Vollmerhausen attackierte früh und aggressiv. Die Alemannen, die nach dem 3:2 Sieg gegen Bonn mit breiter Brust angereist waren, waren damit sichtlich überfordert. Bereits in der siebten Spielminute musste Schlussmann Nagel hinter sich greifen. Ein flach in den Strafraum gespielter Manno-Freistoß landete über Umwege bei Ex-Alemanne Schwertfeger — 1:0. Auch der Rückstand konnte die Aachener nicht wach rütteln. Bis zur Halbzeit standen lediglich eine Vielzahl an Eckbällen zu Buche, die brachten jedoch alle nichts ein.

Nach der Halbzeit kam die Kilic-Elf besser ins Spiel. Die Partie fand nun überwiegend in der Hälfte der Hausherren statt. Dort leistete sich dann aber Mohammad in der 54. Minute ein überflüssiges Foul. Schiedsrichter Fabian Maibaum blieb nichts anderes übrig als dem 24-Jährigen mit Gelb-Rot vom Platz zu verweisen. In der ersten Halbzeit sah der Neuzugang bereits die gelbe Karte für ein grobes Foul. In Unterzahl und im Rückstand standen die Alemannen nun mit dem Rücken zur Wand.

Es dauerte aber nicht lange da glich Dennis Dowidat mit einem Traumtor aus etwa 25 Metern aus. Nach Zuspiel von Rüter setzte er das Spielgerät mit einem satten Schuss unter die Latte (59.). Nur sieben Minuten später besorgte Philipp Gödde nach einem schönen Konter mit seinem dritten Saisontor sogar die Führung. Zehn Minuten hatten man das Spiel dann im Griff und ließ die Wuppertaler vergebens anlaufen, ehe der Gäste-Kapitän Gaetano Manno mit einem Freistoßtor aus rund 19 Metern ausgleichen konnte (80.)

Was bleibt ist ein Unentschieden mit dem beide Teams wohl nicht so schnell ihren Frieden machen werden: Die Wuppertaler, da sie eine 1:0-Führung in Überzahl abgaben und die Kaiserstädter, weil sie einen späten Ausgleichstreffer hinnehmen mussten.

Am Samstag geht es für beide Teams in das nächste Ligaspiel, auf beide wartet jeweils eine echte Mammutaufgabe. Während die Alemannia die starke Viktoria aus Köln empängt, muss Wuppertal nach Dortmund reisen und gegen den Tabellenführer antreten.

(kt)