Kommentiert: Gefürchteter Domino-Effekt

Kommentiert: Gefürchteter Domino-Effekt

Ein Punkt aus den letzten fünf Spielen ist die Bilanz eines Absteigers. Und das ist keine „Panikmache“.

Gemessen an den eigenen Ansprüchen hat Alemannia nur ein herausragendes Saisonspiel hingelegt, in den ersten Wochen der Saison ist so manche Leistungsdelle noch von einem famosen Kopfballtreffer übertüncht worden.

Das Team besitzt immer noch keine eingespielte Achse, ist bislang wenig torgefährlich und hat zuletzt auch an defensiver Stabilität verloren. Das ist ein bedenkliches Zwischenzeugnis für Christian Benbennek. Der Trainer wird zeitnah zeigen müssen, dass er aus diesem Kader mehr Qualität herausholt als zuletzt gezeigt.

Aktionismus ist auch in solch windigen Zeiten kein guter Ratgeber, das weiß man am Tivoli nur allzugut, wo in den letzten Jahren die Trainer häufiger als die Trikots getauscht wurden. Dennoch spitzt sich die Lage gerade zu. Wenn Benbennek schnell scheitern würde, wäre auch Sportdirektor Alexander Klitzpera mit seiner wichtigsten Personalie gescheitert. Der Sportdirektor besitzt ohnehin bei vielen Fans nur einen Kleinkredit, ihn haftet der Makel an, die Causa Peter Schubert schlecht moderiert zu haben.

Wer anfängt über Klitzpera nachzudenken, landet schnell beim Aufsichtsrat um Thomas Deutz. Dem Gremium gefiel es vor ein paar Monaten, die Stelle neu einzurichten. Fällt ein Stein, droht der Domino-Effekt. Daran hat niemand ein Interesse am Tivoli. Das Gegenmittel ist bekannt. Benbennek und sein Team werden liefern müssen.