Aachen: Kilic-Eklat: Keine sofortige Sperre für Alemannias Trainer

Aachen : Kilic-Eklat: Keine sofortige Sperre für Alemannias Trainer

Am Donnerstagabend wollte Hubert Jung mit seinen Beisitzern sprechen. Der Vorsitzende der Spruchkammer des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes sucht einen Termin für die Verhandlung gegen Alemannias Trainer Fuat Kilic. Der Spruchkammer wird sich weder diese noch nächste Woche mit dem Fall beschäftigen, sagt der Vorsitzende.

Kilic landet nach einem Sonderbericht des Schiedsrichters des Spiels gegen Wattenscheid 09 auf der Anklagebank. Jonas Seeland hatte berichtet, dass Kilic einen Assistenten in den Bauch gekniffen, an der Schulter berührt und anschließend noch in der Kabine der Schiedsrichter gewütet hatte.

Geldstrafe, mehrwöchige Sperre, Innenraumverbot - das ist ein möglicher Strafrahmen. Der Vorsitzende der Spruchkammer sieht keinen Anlass, sofort zu reagieren und Kilic sofort zu sperren: „Der läuft uns nicht davon.“

Weder Kilic noch Insolvenzverwalter Christoph Niering wollen sich während der Ermittlungen äußern. Als Rechtsbeistand hat der Verein Horst Kletke hinzugezogen. Der erfahrene Frankfurter Rechtsanwalt ist neben Christoph Schickhardt wohl der bekannteste deutsche Sportjurist.

Gegen Alemannia wird zudem ermittelt, weil in der Partie gegen Wattenscheid Gegenstände auf das Spielfeld flogen. Der einschlägig vorbestrafte Verein muss auch eine Stellungnahme beim Verband wegen der Vorkommnisse bei der Partie gegen RW Essen abgeben. Damals wurden im Gästeblock Pyros und Böller gezündet, so dass das Spiel kurzfristig unterbrochen wurde.

(pa)
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