Aachen: Kann Beeck die Alemannia überflügeln?

Aachen : Kann Beeck die Alemannia überflügeln?

Gegen 15.45 Uhr wird am Samstag die aktualisierte Tabelle der Fußball-Regionalliga West im Waldstadion verteilt. Von den Erkenntnissen der Statistikabteilung wird durchaus die Laune rund um den Tivoli in den nächsten Tagen abhängig sein. Der FC Wegberg-Beeck erwartet den Nachbarn, der gerade auch ein Tabellennachbar ist.

Mit einem Sieg kann der Außenseiter am Rivalen vorbeiziehen, auch wenn der noch ein Spiel nachholen muss. Statistisch ist das eher unwahrscheinlich, in keinem der 14 Vergleiche hat der Aufsteiger bislang einen Sieg gefeiert.

So soll es natürlich bleiben, sagt Fuat Kilic. Alemannias Trainer hat sich in dieser Woche auf die Suche nach Erklärungen gemacht, warum sich die Nervosität so flächendeckend ausbreiten konnte beim zuletzt so stabil erfolgreichem Team. Gegen Rot-Weiss Essen wusste seine Mannschaft nicht wohin mit ihren Pässen, ihr fehlte ein bisschen die Tiefe im Spiel. Das Ergebnis war ein Rückpassfestival.

Essen überließ den Aachenern zuletzt gerne den Ball, aber erfolgversprechender Ballbesitzfußball ist die nächste Entwicklungsstufe für die Alemannia. Die Gruppe wird in den nächsten Spieltagen ausreichend Gelegenheiten zur Entwicklung bekommen. Es warten Teams wie Wegberg-Beeck, Wattenscheid, Rhynern oder Köln II, die begeistert beobachten, wie der Gegner sich müht, um dann bei Gelegenheit selbst für Gefahr zu sorgen. „Wir können auch mal einen Ball hinter die gegnerische Abwehr schlagen, wir brauchen nicht in Schönheit zu sterben“, sagt der Trainer.

Um die Außenbahn zu beleben, könnte Arda Nebi erstmals in die Startformation rücken. Der Neuzugang aus Siegen war bislang eher ein Mann für gewisse (Schluss-)Minuten. Der Angreifer war in den letzten Wochen kein Faktor. „Dabei habe ich durchaus ein schlechtes Gewissen“, sagt Kilic, „denn er hat sich den Einsatz durch die Leistungen im Training und im Pokalspiel längst verdient.“

Der 26-Jährige geht professionell mit seinem ruckligen Start beim neuen Arbeitgeber um, sagt er. „Es geht immer um das Team, es hat keiner etwas davon, wenn ich enttäuscht herummaule.“ Am Samstagnachmittag bekommt er die langersehnte Chance im „Tagesgeschäft Fußball“.

Kilic erwartet durchaus ein intensives Spiel bei einem Gegner mit einer hohen Grundaggressivität, der eine hohe Qualität bei ruhenden Bällen besitzt. „Ich rechne mit Provokationen von außen, davon sollten wir uns nicht beeinflussen lassen.“ Gepfiffen wird das Derby erstmals von einem Luxemburger. Laurent Kopriwa ist ein erfahrener Spielleiter, war in dieser Saison bereits in der Europa-Leaque-Qualifikation und in der Premier League auf Malta an der Pfeife.

Von der Tabelle ab 15.45 Uhr und vor allem von der Leistung hängt nicht nur die Laune, sondern auch die Planung für die nächsten Tage rund um den Tivoli ab. Ein verlängertes Wochenende unter Einbeziehung anstehender Feiertage kommt aus naheliegenden Gründen für die Profis nicht in Frage. Es winkt aber: ein freier Sonntag. Magazin

Mögliche Aufstellungen:

Wegberg-Beeck: Zabel - Passage, Fäuster, Küppers, Tobor - Lambertz, Willms, Holtby, Szymczewski - Hasani, Dagistan

Aachen: Nettekoven - Winter, Heinze, Pluntke, Damaschek - Nebi, Kühnel, Pütz, Yesilova - Torunarigha, Fejzullahu

Schiedsrichter: Laurent Kopriwa (Luxemburg)

Bilanz: 2 Spiele/1 Sieg/1 Remis/5:3 Tore

Liveticker und Bildergalerie: unter an-online.de und az-web.de