Kai Bösing von Alemannia Aachen erneut schwer verletzt

Ausfall von Kai Bösing : Die Alemannia reagiert umgehend

Alemannias Saison hat noch nicht begonnen, aber der erste große Pechvogel der Saison ist schon gefunden. Blöderweise ist das auch der Pechvogel der letzten Saison. Kai Bösing hat sich schon wieder verletzt. Doch der Verein holt Ersatz.

Am vorgeschädigten Knie von Bösing zeichnet sich nach den Untersuchungen ein Teilabriss des Innenbandes ab, sagt sein Trainer Fuat Kilic. „Das ist schon bitter für den Jungen, der sich monatelang wieder an die Mannschaft herangekämpft hat.“

Bösing war im Dezember nach formidabler Hinrunde mit einem Knorpelschaden nahezu die gesamte Rückrunde ausgefallen. Die ersten „Gehversuche“ wieder mit der Mannschaft verliefen vielversprechend, nun zeichnet sich die nächste Zwangspause ab. Kilic geht von „vier bis sechs Wochen“ aus, die erste Phase der Saison wird der 25-Jährige wieder verpassen. Am Donnerstag standen noch weitere Arzttermine an. Die Spezialisten müssen die Frage beantworten, ob sich die Knieverletzung konservativ behandeln lässt. Der Aachener hatte sich die Verletzung im Testspiel gegen den SV Elversberg (1:0/Torschütze Batarilo) in einem Zweikampf zugezogen.

Ersatz kommt vom SC Paderborn

Der Verein reagierte umgehend auf den Ausfall der Nummer 10. Am Donnerstagnachmittag wurde Sergio Gucciardo für ein Jahr vom SC Paderborn ausgeliehen. Dort stand der 20-Jährige zwar im Kader des Bundesligisten, wurde allerdings noch nicht eingesetzt. „Er ist ein sehr talentierter Spieler, der sich in engen Räumen gut behaupten kann“, sagt Kilic über den 173 Zentimeter großen Neuzugang. „Paderborn hat nicht ohne Grund, den Vertrag mit ihm verlängert.“ Gucciardo kann sowohl im Zentrum als auch auf dem Flügel eingesetzt werden, sagt Kilic.

Co-Trainer Christian Mollocher kann das Leistungsvermögens von Gucciardo am besten einschätzen, trainierte er ihn doch als A-Jugendspieler des VfL Bochum vor zwei Jahren. In 14 Spielen der Hinrunde erzielte er damals zehn Tore in der Bundesliga West. Paderborn fischte ihn dann ab und gab ihm einen Vertrag bis Mitte 2021.

Alemannias Kader könnte nun komplett sein. „Wir halten zwar weiterhin Augen und Ohren offen“, sagt Kilic, aber vermutlich war die Leihe von Gucciardo der letzte Transfer in dieser Saison, die am übernächsten Wochenende mit dem Gastspiel in Wuppertal beginnt. Aachens letztes Testspiel findet am Freitag, 19. Juli, 17 Uhr, in Luxemburg statt. Gegner ist der belgische Zweitligist Excelsior Virton, der von Dino Toppmöller trainiert wird. Gespielt wird auf der Anlage des Sporthotels Leweck, in Lipperscheid, Lepschter-Delt.

(pa)
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