Aachen: Gäste präsentieren sich als Partycrasher: Alemannia geht unter

Aachen : Gäste präsentieren sich als Partycrasher: Alemannia geht unter

Mit leidenschaftlichen Appellen warben Alemannias Verantwortlich um Zuschauer für das Spiel zum 117. Geburtstag, nach zwei Spielabsagen sollten die Schwarz-Gelben am Mittwochabend nochmal ein paar tausend Zuschauer mehr als gewöhnlich überzeugen.

Doch aus der tollen Idee von Martin vom Hofe wurde ein rabenschwarzer Abend: Die Hausherren wurden streckenweise vorgeführt und mussten nach vier Gegentoren in Halbzeit Eins bereits die Segel streichen.

Bereits in der siebten Minute nahm das Unheil seinen Lauf: Marcel Damaschek mit einem desaströsen Fehlpass, den Timm Golley mit einem geschickten Pass auf Mike Wunderlich ausnutzen konnte. Der erfahrene Viktoria-Kapitän vollendete aus spitzem Winkel zur Führung.

Die sonst so sattelfeste Alemannia-Defensive spielte in der Folge bestenfalls Begleitung für die Kölner Angreifer, woraus auch das 2:0 von Golley resultierte, der von der Strafraumgrenze unbedrängt abschließen konnte (22.). Simon Handle setzte den Schlusspunkt unter eine katastrophale Halbzeit: Erst umkurvte er nach einem Missverständnis der Abwehr Depta und schob zum 3:0 ein (38.), dann wurde er von Golley freigespielt und besorgte das 4:0 (42.), das für ein Pfeifkonzert zum Pausenpfiff sorgte.

In der zweiten Hälfte hätte das Ergebnis noch durchaus deutlicher ausfallen können, die Viktoria verpasste mehrere erstklassige Gelegenheiten, zeigte aber weiter, dass an diesem Abend Welten zwischen Tabellenzweitem und -drittem lagen. Für die Mannschaft von Fuat Kilic blieb es eine verpasste Chance bei den Fans, die nicht immer da sind, für den Tivoli zu werben. Und das tut mehr weh als das deutliche Ergebnis.

(cheb)