Fußball-Regionalligist gastiert im FVM-Pokal beim SV Schlebusch

FVM-Pokal: Alemannia will die Hürde überspringen

Die Woche geht mit schlechter Laune zu Ende. Die Mannschaft von Fuat Kilic hat gegen Viktoria Köln wohl das beste Spiel seit vielen Jahren gemacht, aber der Preis ist dann durchaus hoch ausgefallen, wie sich später herausgestellt hat.

Mit Sebastian Schmitt (Fußbruch) und Kai Bösing (Knorpelverletzung im Knie) fallen Spieler nun monatelang aus. Alemannia Aachens Fußballtrainer ist durchaus geschockt. In den nächsten Tagen will er bei Geschäftsführer und Aufsichtsrat vorbeischauen und sich erkundigen, „ob wir im Offensivbereich nach diesen gravierenden Verletzungen noch nachlegen können“. Da sind Lücken im Kader entstanden.

Schöne Einnahmequelle

Geld, um die Belegschaft noch ein bisschen zu tunen, war zuletzt allerdings rar beim Regionalligisten. Schon der letzte Transfer von Dimitry Imbongo wurde nur mit externer Hilfe geschultert. Mittelfristig wäre der Pokalwettbewerb eine schöne Einnahmequelle – wenn denn die erste DFB-Hauptrunde noch einmal erreicht würde.

Das regionale Finale im Bitburger-Pokal findet im Mai wie immer in Bonn statt. Bis dahin muss Alemannia noch ein paar Hürden überspringen. Am Samstag gastiert das Team in der zweiten Runde beim SV Schlebusch, einem durchaus ambitionierten Landesligisten der Staffel 1. Gekickt wird ab 14 Uhr auf dem Kunstrasenplatz der Sportanlage „Im Bühl“. „Für die ist das das Spiel des Jahres“, vermutet Kilic auch diesmal.

Alemannia Aachen verzweifelt an Viktorias Patzler

In der ersten Pokalrunde hatte der 45-Jährige elf neue Spieler aufgestellt, die den A-Kreisligisten Union Rösrath mit 7:0 besiegten. Gegen den SV Schlebusch fällt die Rotation keineswegs so radikal aus. Co-Trainer Simon Pesch hat den klassentieferen Gegner beobachtet und war durchaus beeindruckt. Die Folge: Alemannia wird weitgehend mit einer eingespielten Mannschaft auflaufen.

Imbongo wird wohl geschont, der Franzose macht zudem Zusatzschichten, um den Rückstand nach fehlender Vorbereitung aufzuholen. Für ihn wird entweder Mahmut Temür oder Vincent Boesen auf Torejagd gehen. Alan Stulin fällt mit muskulären Problemen aus. Der geplante Torwartwechsel kann nicht stattfinden, Niklas Jakusch leidet unter einem grippalen Infekt.

 Alibis sind die Ausfälle nicht, das Team will im Pokal überwintern, sagt Kilic. Schon vor der Saison wurde der Parallelwettbewerb als „genauso wichtig wie die Meisterschaft“ eingestuft. Nun könnte der Pokal noch mehr Bedeutung bekommen, nachdem in der Meisterschaft der Zug nach ganz oben schon abgefahren ist.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Alemannia kann sich gegen Viktoria nicht belohnen

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