Alemannia kommt nicht über erste Runde hinaus: Ein Tor und eine vergebene Chance

Alemannia kommt nicht über erste Runde hinaus : Ein Tor und eine vergebene Chance

„Bei unserem Anschlusstreffer zum 1:2 habe ich gedacht: Da geht noch was!“ Wie Alemannia Aachens Torschütze Stipe Batarilo fühlten das auch die gut 30.000 Zuschauer auf dem Tivoli.

Und nur gut eine Minute später hätte David Bors das Stadion endgültig in einen Freudentaumel versetzten können, doch Aachens Stürmer bekam am Ende eines Sprints nicht genug Druck hinter den Ball, der so nur in den Armen von Leverkusens Keeper Ramazan Özcan landete. Kein Happy End am Festtag der Alemannia – was die starke Leistung Batarilos und Bors’ aber nicht schmälerte.

Flexibel und gefährlich

Bors ist neu in Aachen, und der 24-jährige Stürmer weiß, wo das Tor steht, 14 Mal traf er vergangene Saison für Aachens Liga-Konkurrent Bonner SC. Kollege Batarilo, der für zwei Jahre am Tivoli verlängerte, erzielte acht Treffer. Zusammen machte das Offensivduo Favorit Leverkusen das Leben schwer – und weckt Hoffnungen für den Liga-Alltag. Es tat Aachen gegen Bayer sichtbar gut, nicht selbst das Spiel machen zu müssen, sondern auf Konter setzen zu können.

Immer mittendrin: Bors und Batarilo, die ihre Positionen stets wechselten, mal zentral, mal auf dem Flügel agierten. So auch vor dem Anschlusstreffer: Bors verlängerte einen langen Ball, schickte so Florian Rüter über rechts, der in der Mitte Batarilo sah, der gegen den Bundesligisten cool blieb und traf (56.). Ein Konter wie aus dem Lehrbuch. „Das Tor hat sich super angefühlt“, sagte der 25-Jährige. Darüber, dass er gegen einen Top-Klub trifft, hat er dabei nicht nachgedacht. „Vielleicht kommt das noch“, sagte Batarilo.

Rund eine Minute später war er selbst mit dem Ball auf dem linken Flügel unterwegs, sah diesmal Bors zentral – der den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte. „Wir haben die Konter so gut ausgespielt. Ich hätte das 2:2 machen müssen“, haderte Bors nach der vergebenen Großchance. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Aachens Offensivduo auf einem sehr guten Weg ist.

(rau)
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