Der DFB-Pokal in Aachen: Die Sehnsucht nach Fußballfesten

Der DFB-Pokal in Aachen : Die Sehnsucht nach Fußballfesten

Irgendwie erinnerte alles an diesem 10. August 2019 daran, wie es früher einmal war: Alemannia Aachen gegen Bayer Leverkusen, mehr als 30.000 Zuschauer, es wird gesungen und gejubelt, endlich wieder „großer“ Fußball auf dem Tivoli.

Hat ja auch lange genug gedauert, sieben Jahre hatte Aachen nicht im DFB-Pokal gespielt. Die 1. Runde hat trotz des 1:4 gegen den Favoriten Leverkusen eindrucksvoll gezeigt, dass die Alemannia, ihre Fans und Sympathisanten genau danach lechzen, nach „großem“ Fußball.

Das Potenzial ist riesig, das Publikum ist immer noch begeisterungsfähig. Und weil die Alemannia gegen Bayer auch noch eine starke Leistung bot, wurde der Samstagnachmittag zu einem Fußballfest.

Diese großartige Atmosphäre wird sich vermutlich nicht lange konservieren lassen, dafür ist der Alltag in der Regionalliga zu grau; nächste Woche Dienstag kommt der Aufsteiger TuS Haltern auf den Tivoli.

Der Sprung aus der Viertklassigkeit ist enorm schwierig zu schaffen, vor allem, wenn ein Verein wie die Alemannia finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Und dennoch muss es der Anspruch aller im Verein sein, der Regionalliga endlich zu entfliehen. Um wieder mehr solche Fußballfeste wie am 10. August 2019 zu erleben.

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