Planung geht voran: Der nächste Abwehrspieler verlängert Vertrag bei der Alemannia

Planung geht voran : Der nächste Abwehrspieler verlängert Vertrag bei der Alemannia

Von diesem Samstag im Herbst ist noch in Erinnerung geblieben, dass am Tivoli 15 Grad gemessen wurde. Der Gegner bei diesen Temperaturen hieß SV Straelen, wie immer waren 4900 Zuschauer gekommen, und die sahen ein Ergebnis, das nicht wie immer ausfiel.

Alemannia siegte 4:0, es war der höchste Heimsieg - und bislang der letzte. Das Spiel fand am 20. Oktober statt, und danach schauten noch Dortmund II, V. Köln, RB Oberhausen und die Zweitbesetzung des 1. FC Kölns vorbei. Verloren hat Alemannia nicht einen dieser Wettkämpfe, aber leider auch keinen gewonnen. Vier Mal war die Mannschaft drückend überlegen, sie sammelte imponierend viele Torchancen ein, aber weil sie keine Spitzenmannschaft ist, vergab sie auch enttäuschend viele Torchancen. Und so ist das Team auf Platz 11 abgerutscht, ein Platz hinter dem SV Straelen, der damals noch eher zuvorkommend mit dem 0:4 bedient wurde. „Dieser Tabellenplatz ist völlig unbefriedigend“, sagt Trainer Fuat Kilic. „Wir wollen unbedingt nach oben klettern.“ Die unfreiwilligen Remiskönige der Regionalliga West haben die nächste Kletterchance am Sonntag, wenn Düsseldorf II um 15 Uhr aufläuft.

In der Hinrunde endete gegen Fortuna eine lange Durststrecke, als der erste Saisonsieg gelang. „Das war auch so ein Spiel, in dem wir gefühlt 100 Mal auf das Tor geschossen haben“, ist die Erinnerung bei Kilic noch nicht verblasst. Am Wochenende soll dann wieder eine Durststrecke zu Ende gehen. „Wir wollen diesen Heimsieg unbedingt“, sagt der Trainer.

Die Mannschaft hat eine lange Woche Zeit gehabt, um an ihrer Kaltblütigkeit zu arbeiten. An Möglichkeiten hapert es in keinem Ligaspiel bislang, aber häufig an der Effektivität. Kaderplaner Kilic hat die lange Woche genutzt, um den Kader 2019/20 schon weiter zu formen. Am Valentins-Donnerstag verlängerte der nächste Abwehrspieler für ein Jahr: Patrick Salata trägt auch in der nächsten Spielzeit bevorzugt die schwarz-gelbe Ausgehuniform. Salata ist nach Redjeb, Müller, Garnier, Boesen und Fiedler, der fünfte Profi, der sein Ja-Wort nach kurzer Bedenkzeit gibt. Der baumlange Abwehrspieler wird auch am Sonntag auflaufen, Kilic will seine Viererkette nicht verändern. Selbst der genesene Kapitän und Leistungsträger Peter Hackenberg könnte vorerst in die Warteschleife geraten. Personell hat Kilic nur eine Sorge, nachdem nun auch Kai Bösing die Freigabe für das individuelle Training erhalten hat.

Nur Florian Rüter bleibt im Krankenstand, nachdem sein Knöchel beim ersten Härtetest wieder angeschwollen. Noch war der Heimkehrer nach seinem Bänderriss mit Kapselverletzung nicht einmal am Ball für seinen alten und neuen Verein. Der Stürmer kann am Sonntagnachmittag nur von der Tribüne aus beobachten, wie endlich der erste Heimsieg nach langen vier Monaten eingefahren werden soll.

(red)
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