Aachen: Alexander zieht neben Michael Mronz ein

Aachen : Alexander zieht neben Michael Mronz ein

Nach 100 Tagen wird Bilanz gezogen, dann werden die Männer mal überprüfen, ob es eine gemeinsame Zukunft geben kann. Alexander Mronz ist Alemannias neuer Geschäftsführer, Freitag berief ihn der neue Aufsichtsrat — als erste Amtshandlung.

Eher auf eigenen Wunsch ist die „Schnupperphase“ zunächst einmal bis zum 30. Juni befristet.

Natürlich hat der Name in Aachen einen guten Klang, sein Bruder Michael organisiert außerordentlich erfolgreich das benachbarte Reitturnier. Der hatte schon mehrfach seine Hilfe angeboten, um den gestrauchelten Verein wieder an die Hand zu nehmen. Die Verbindung zum Fußball haben aber andere gelegt. „Ich bin häufig in Aachen, habe viele Freunde hier, kenne schon einige Leute in Alemannias Gremien schon länger“, sagt der 48-jährige Alexander Mronz. Schon seit geraumer Zeit beobachtet er die Mannschaft, war auch Freitag beim Gastspiel mit an Bord.

Große perspektivische Ansagen will er nicht machen. Montag ist Arbeitsbeginn für den ehemaligen Tennis-Profi, der das erste Aachener Challenge-Turnier 1991 gewann. 1995 erreichte er in Wim-bledon das Achtelfinale, bis zu seinem Karriereende im selben Jahr gewann er fünf weitere ATP-Turniere. Zunächst will er den Status ermitteln, will die Möglichkeiten des Klubs erkunden und dann ein tragfähiges Konzept entwickeln. Noch ist es ein Flug ins Ungewisse.

„Mit Alexander Mronz haben wir einen erfahrenen Finanzfachmann gefunden, der zudem aus dem Profisport kommt und sich bereit erklärt hat, kurzfristig seine Arbeit bei Alemannia aufzunehmen“, sagt der frisch gewählte Aufsichtsrat Tim Hammer.

Mronz sagt, er freue sich auf eine spannende Zeit. „Meine gesamten Erfahrungen bei diesem traditionsreichen Klub einbringen zu können, freut mich sehr“, so Mronz. „Gemeinsam mit der neu gewählten Führung werde ich alles dafür geben, Alemannia wieder in ruhige Gewässer zu führen.“

Von 1995 bis 2012 arbeitete er als Geschäftsführer zweier Vermögens- und Fondsverwertungsgesellschaften zunächst in Deutschland, ab 2001 in Frankreich. Aus privaten Gründen kehrte er nun nach Köln zurück. Alemannias Wahlabend hat er aus der Ferne verfolgt, erst nach dem Erfolg des „Teams 2018“ hat er den Vertrag unterschrieben. „Wenn an diesem Abend die Aufbruchstimmung gefehlt haben sollte, ist es unsere Aufgabe, sie jetzt zu entwickeln.“

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