Alexander Heinze von Alemannia Aachen fällt gegen Dortmund aus

Alemannias letzte Ligareise : Alexander Heinze fehlt beim Frustabbau

Der letzte Ausflug der Saison führt Alemannia nach Dortmund. Der Tabellensechste trifft auf den Tabellenvierten. Die Platzierung wird auch nach dem finalen Spieltag am Samstag gegen 16 Uhr noch Bestand haben.

Dortmund II ist vielleicht mit einem Ohr am Radio, wenn Dortmund I fast parallel um die Deutsche Meisterschaft spielt. Für Alemannia dient das Spiel vor allem zum Frustabbau, nachdem die Mannschaft in der Zielkurve deutlich nachgelassen hat.

Selbst gegen gefährdete Gegner war Alemannia zuletzt ein gern gesehener Punktelieferant. Drei Mal in Folge hat das Team an den ersten Spieltagen verloren, unter den Gegnern waren Teams von Viktoria Köln und RW Oberhausen, die gerade untereinander die Meisterschaft ausmachen.

Drei Mal in Folge hat das Team auch an den letzten drei Spieltagen verloren, unter den Gegnern waren Teams aus Straelen und Bonn, die noch absteigen können. „Ich bin enttäuscht“, sagt Fuat Kilic, „weil ich meine Mannschaft zuletzt nicht mehr wiedererkannt habe.“ Das Team, so sieht es jedenfalls der Trainer, ist in einer Komfortzone gelandet. „Und wir alle zusammen haben es nicht geschafft, sie wieder zu verlassen.“

Fuat Kilic vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund II

Gründe für den Leistungsabfall gibt es einige, beobachtet der 46-Jährige: Der eine oder andere macht sich ein paar Gedanken zu viel um seine Zukunft, andere versuchen gerade fast krampfhaft, Fehler zu vermeiden. Schließlich will man beim Saisonhöhepunkt am nächsten Wochenende dabei sein. Das Pokalfinale gegen Fortuna Köln wirft seine Schatten voraus. Kilic will auch gegen Dortmund II nach Möglichkeit schon das Endspielteam aufbieten. Der letzte Ligaausflug, ist auch ein Reise, um Selbstvertrauen zu tanken. „Ich bin trotz der letzten Wochen überzeugt vom Charakter dieser Mannschaft“, sagt Kilic.

Verzichten muss er im Rothe-Erde-Stadion am Samstag natürlich auf den Knie-Patienten Kai Bösing, auch Alexander Heinze droht nach einer Trainingskollision mit einer starken Knieprellung auszufallen. Bei Florian Rüter zwacken die Muskeln. Er kann ebenso wenig auflaufen wie Mahmut Temür und Marcel Kaiser, die den Verein verlassen werden.

(pa)
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