Aachen: Alemannias Pokalhelden erinnern sich

Aachen: Alemannias Pokalhelden erinnern sich

Der Mann, der Oliver Kahn aus gut 30 Metern hatte bezwingen können, war verhindert am Dienstagabend, er trainiert ja jetzt die U23 des Halleschen FC. Stefan Blank hatte aber mit Karlheinz Pflipsen telefoniert, seinem ehemaligen Mitspieler, und Pflipsen konnte ihm einen Gefallen tun.

„Er bat mich, den Leuten zu sagen, dass der Ball nicht zu halten war“, sagte Pflipsen, und im Publikum lachten nicht wenige.

Zehn Jahre nach dem 2:1-Pokalsieg Alemannia Aachens über Bayern München zieht das Spiel vom 4. Februar 2004 immer noch zahlreiche Fans zum Tivoli, der Verein hatte am Dienstagabend zu der Veranstaltung „Alemannia inTEAM“ in die Katakomben geladen. Auf einer Leinwand liefen noch einmal die entscheidenden Szenen, Blanks Schuss und Kahns Stellungsfehler, Ballacks Ausgleich, Meijers Kopfball. Jubel.

Stadionsprecher Robert Moonen sprach außerdem mit dem Kolumnisten Sascha Theisen und den ehemaligen Aachener Spielern Karl-Heinz Pflipsen, Stephan Straub und Willi Landgraf über diesen 4. Februar - und über ein hübsches Ritual. Denn vor Alemannias Spielen seien Willi Landgraf und er gerne in ein Obstgeschäft gegangen, sagte Moonen, bestellt hätten sie: „Eine Glücksbanane und eine Siegbanane.“ Moonen sagte: „Die fragen heute noch: Banane?“

Willi Landgraf erinnerte zudem daran, wie wenig Spaß den Gästen aus München schon das Aufwärmen bereitete: „Wir hatten früher Molten-Bälle. Das waren Steine.“ Die Bayern-Spieler hätten sie auf den Boden springen lassen, „das hat denen nicht gefallen“. Tja, und „wenn du den Ball triffst“, sagte Landgraf, „geht der ab wie Schmitz' Katze. Den kannste nicht halten.“ Oliver Kahn kann also beruhigt sein.

(cg)
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