Aachen: Alemannia zieht vor die Kreisspruchkammer

Aachen : Alemannia zieht vor die Kreisspruchkammer

Alemannias Mittelfeldspieler Sascha Marquet wird seiner Mannschaft beim SC Verl nach seiner fünften Gelben Karte fehlen. Soviel ist sicher, die Sperre ist unstrittig. Michael Lejan dagegen hat noch ein bisschen Hoffnung, dass er am Wochenende wieder auflaufen darf.

Noch ist der Belgier nach seinem Platzverweis im Freundschaftsspiel am 15. Januar gegen Jong Sittard „wegen grober Unsportlichkeit“ bis zum 12. Februar („höchstens jedoch vier Pflichtspiele“) aus dem Verkehr gezogen. Entschieden hat das im schriftlichen Verfahren die spielleitende Stelle. Und Basis für den Richterspruch war der Schiedsrichterbericht. Ruven Fux spricht dabei von einem „klassischen Nachtreten“ und engt somit den Ermessensspielraum deutlich ein. An einer Vier-Wochen-Sperre führt da kaum ein Weg vorbei.

Die Ausgangslage wird nicht besser, aber Alemannia wird trotzdem vor die Kreisspruchkammer Aachen ziehen, um eine Reduzierung der Sperre — Lejan hat bereits drei Spiele pausiert — zu erreichen. „Das Urteil ist nicht angemessen“, findet Trainer Peter Schubert.

Aber auch in der Beschwerdeinstanz sind die Hoffnungen sehr gering, macht der erfahrene Vorsitzende Peter Büttgen vorab deutlich. Wenn Fux seine Version bestätigt, wird er das Strafmaß nicht mindern können, selbst wenn Zeugen oder die beteiligten Spieler eine andere Wahrnehmung hätten. Tatsachenentscheidung. Und der Videobeweis ist auf dieser Ebene ohnehin nicht zugelassen. Die Verhandlung — Kosten mindestens 100 Euro — soll es dennoch am Donnerstagabend beim Fußballkreis geben.

In einer früheren Version dieses Artikel war von der Verbandsspruchkammer die Rede. Richtig ist, dass Alemannia Aachen vor die Kreisspruchkammer zieht.

(pa)