Aachen: Alemannia vor dem Auftritt in Essen: „Es lässt sich keiner hängen“

Aachen: Alemannia vor dem Auftritt in Essen: „Es lässt sich keiner hängen“

Am Freitagabend um 19.30 Uhr beginnt die Spurensuche in Essen. Wie viel ist noch von Alemannias Selbstvertrauen übrig geblieben? Vor zehn Tagen war dem Team der emotionalste Sieg der Saison gelungen, in der Schlussphase wurde Tabellenführer Viktoria Köln niedergerungen. Nur ein paar Stunden später schlugen die Emotionen komplett in die andere Richtung aus.

Der nächste Insolvenzantrag sei ein „Schock“ gewesen, sagt Mittelfeldrenner Necimir Mohammad. Entsprechend gedämpft war in den Tagen danach die Stimmung in der Kabine. „Inzwischen haben wir uns sehr gut vorbereitet. Es lässt sich keiner hängen“, sagt Mohammad. Die Partie bei Rot-Weiss Essen ist Alemannias erster Auftritt nach dem nächsten wuchtigen Rückschlag.

„Mitleid suchen bringt nichts“, sagt Fuat Kilic. „Wir müssen das Beste aus der Situation machen.“ Verzichten muss der Trainer beim alten Westschlager auf die Langzeitpatienten Senol Ak und Dennis Dowidat. David Pütz hat zwar seine hartnäckige Viruserkrankung überwunden, dafür hat er einen Schlag auf den Knöchel erhalten, Einsatz fraglich. Meik Kühnel ist gesperrt. Und die Torwartfrage wird kurzfristig entschieden.

Die erklärte Nummer 1, Pascal Nagel, ist erst in dieser Woche wieder ins Training zurückgekehrt. „Wir müssen sehen, wie er die Belastung verkraftet hat“, sagt Kilic. Und das gilt dann wohl für die gesamte Mannschaft.

(pa)