4:1-Sieg nach dominantem Auftritt: Alemannia überzeugt gegen Roda Kerkrade

4:1-Sieg nach dominantem Auftritt : Alemannia überzeugt gegen Roda Kerkrade

Es hat schon eine gewisse Tradition, dass Alemannia Aachen in der Saisonvorbereitung gegen Roda Kerkrade testet. Das Nachbarschaftsduell am Dienstagabend stand allerdings unter besonderen Vorzeichen, der niederländische Fußball-Zweitligist hat in diesem Sommer ein paar turbulente Tage hinter sich.

Erst der Einstieg des mexikanischen Investors Mauricio García De la Vega hat die finanziellen Sorgen schrumpfen lassen. Auf der kleinen Anlage in Vaals zeigte sich gestern dann auch, welches Team aktuell selbstbewusster ist: Die Alemannia lieferte einen dominanten Auftritt ab und siegte verdient mit 4:1 (1:0). „Das war ein guter Test. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr strukturiert gespielt“, sagte Aachens Trainer Fuat Kilic.

Seine Spieler brauchten keine lange Anlaufphase, nach 18 Sekunden wurde Stipe Batarilo aber in aussichtsreicher Position vom Schiedsrichter zurückgepfiffen. Kilic hatte insgesamt neun Spieler aufgeboten, die schon am Samstag in Altenkirchen in der Startformation standen. Alemannias frisch verpflichteter Keeper Nikolai Rehnen war nur als einer von rund 1500 interessierten Zuschauer angereist, Ricco Cymer stand zwischen den Pfosten.

Der Schlussmann wurde zu Beginn nicht geprüft, seine Vorderleute pressten früh. Auch in der Luft blieben die Aachener häufig Sieger, Alex Heinze scheiterte nach einer Glowacz-Ecke an Tom Muyters (20.). Rodas Keeper war auch bei den Kopfbällen von Gary Noel (26., 34.) zur Stelle. Der Führungstreffer war Garnier vorbehalten, der eine flache Hereingabe von Andre Wallenborn über die Linie drückte (36.). Auch Cymer bekam noch eine Bewährungschance, er lenkte den Schuss von Simakala über die Latte (42.).

In der Pause wechselte Kilic fleißig durch, nur drei Startspieler kehrten auf den Platz zurück. Die „neue“ Aachener Mannschaft war immer noch spielbestimmend, „wir haben uns durch unnötige Fehlpässe aber das Leben schwer gemacht“, beobachte Kilic. Nach 60 Minuten kam es auch auf Roda-Seite zum Massenwechsel, die Unordnung im Abwehrverbund nutzte der agile David Bors zum zweiten Treffer (62.). Auch in der Aachener Hintermannschaft stimmte die Abstimmung nicht mehr so gut wie in Halbzeit eins, Denis Schütte (76.) traf für Kerkrade den Pfosten. Fadel Gobitaka (84.) zielte genauer und verkürzte auf 1:2. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr, „über die Standardsituation haben wir das Ding in die richtige Bahn gelenkt“, urteilte Kilic.

Zwei Tore fielen noch, beide vorbereitet von Sebastian Schmitt: Zuerst traf Patrick Salata per Kopf (87.), für den Schlusspunkt sorgte Kapitän Peter Hackenberg (90.), der für den angeschlagenen Marco Müller (Hüftprellung) erneut eingewechselt worden war.

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