Aachen: Alemannia: Sportdirektor wird nicht verpflichtet

Aachen: Alemannia: Sportdirektor wird nicht verpflichtet

Erste Eckpunkte für ein Angebot sind da, aber naturgemäß hat der Verein noch viele Ideen, wie man nachbessern sollte, bevor man sich auf ein juristisch belastbares Papier einigt und es der Öffentlichkeit vorstellt.

Die Verhandlungen über einen möglichen Einstieg eines Sponsors ziehen sich hin. Und so ist der angestrebte Zeitplan Makulatur. Bei Alemannias Jahreshauptversammlung Ende Juni wird nur über den Stand der Dinge informiert.

„Wir suchen eine nachhaltige, mehrheitsfähige Lösung für den Verein“, sagt Aufsichtsratschef Christian Steinborn. Eine Investorengruppe, die sich primär aus Mitgliedern der Beratungsfirma Arena 11 und Michael Kölmel zusammensetzt, hat ein großes Interesse daran, Anteile von Alemannia zu erwerben.

Noch setzten die Statuten ein Limit von 49 Prozent, doch die Geldgeber sind interessiert, mehr Anteile zu erwerben, wenn die Schranke eines absehbaren Tages fällt. Über Zustimmung oder Ablehnung der Veräußerungspläne wird bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vermutlich Ende August erst abgestimmt.

Für Kaderplaner Fuat Kilic ergibt sich daraus eine gewisse Planungssicherheit. Er hat zunächst einen reduzierten Etat für die kommende Saison zur Verfügung. „Es ist so, dann werden wir verstärkt auf Jugendspieler setzen“, sagt Kilic. Und so erhält Alemannias A-Jugendlicher Christos Draganidis, 19, einen Profivertrag.

„Wir müssen sparen und wählen einen konservativen Ansatz“, sagt Steinborn. Das Spardiktat führt auch dazu, dass die Pläne, einen Sportdirektor zu verpflichten, in der Wiedervorlagemappe verschwinden. Noch keine Entscheidung ist darüber gefallen, ob und in welcher Form das Nachwuchsleistungszentrum weitergeführt wird.

(pa)
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