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Trier: Alemannia siegt erst im zweiten Durchgang gegen Trier

Trier : Alemannia siegt erst im zweiten Durchgang gegen Trier

Es regnete Bindfäden, als Alemannia Aachen am Sonntag im Moselstadion gegen die zwei Klassen tiefer spielende Eintracht Trier antrat. Das dürfte allerdings kaum der Grund gewesen sein, warum Trainer Jürgen Seeberger den feinen Zwirn im ersten Durchgang schonte und den 1b-Anzug gegen den West-Regionalligisten auf den Platz schickte.

Gerade einmal drei nennenswerte Chancen erarbeiteten sich die Aachener in den ersten 45 Minuten - und an allen war Lewis Holtby auf der linken Außenbahn beteiligt.

Von Pekka Lagerblom schön im Strafraum freigespielt, hatte der 17-Jährige schon Miletic ausgetanzt, als ihm Sebastian Hartung den Ball vom Fuß spitzelte (7.).

In der 34. Minute hatte Cristian Fiel den Ball am Strafraum durchlaufen lassen, den Schuss von Holtby parierte aber der Trierer Keeper (34.). Kurz vor dem Seitenwechsel setzte Benjamin Auer einen Freistoß von Holtby knapp neben das Tor.

Über einen Gegentreffer hätte sich keiner beschweren dürfen: Sebastian Hartung traf nur den Pfosten (25.). Trainer Jürgen Seeberger trug es dennoch mit einiger Fassung: „Wir haben jetzt über 50 Einheiten absolviert, da ist es klar, dass die Spieler ein wenig müde sind.”

Auch Lukasz Szukala, der selbst zwei Jahre in Trier gespielt hat, sah die Ursachen in vier Tagen Trainingslager: „Langsam kommen wir wieder in Form, wir haben viel Kraft und Kondition gemacht, das schlaucht natürlich, aber die Kurve geht nach oben.”

Nach dem Wechsel sahen die 700 Zuschauer dann doch Tore statt des halben Dutzends Abseitsentscheidungen in Runde eins - und Lewis Holtby war an allen Treffern maßgeblich beteiligt.

Der 17-Jährige tauchte völlig frei vor dem Torhüter auf, spielte selbstlos auf Auer - und bekam den Ball noch selbstloser zurück zum 1:0 (46.). Sechs Minuten später konnte Auer dann unbedrängt einschieben, nachdem Florian Müller auf Zuspiel von Holtby bis zur Grundlinie durchgegangen war.

Patrick Milchraum erhöhte - ebenfalls Vorarbeit von Holtby - auf ein standesgemäßes Ergebnis, zwei Minuten nach seiner Einwechslung (63.). „Ich will keinen einzelnen Spieler herausheben”, lehnte Trainer Seeberger Einzellob ab, zeigte sich aber unter dem Strich mit dem Vortrag seines Teams zufrieden: „Wir werden das Schalke-Spiel ebenso wenig überbewerten wie dieses Spiel hier. Aber mir hat schon gefallen, wie die Mannschaft sowohl das offensive wie auch das defensive Thema konsequent durchgespielt hat.”