Alemannia: Noch drei Bewerbungsspiele für das Pokalfinale

Alemannia Aachen : Noch drei Bewerbungsspiele für das Pokalfinale

Der Spielplan in der Regionalliga West weist den 32. Spieltag für das Wochenende aus. Alemannia Aachen erwartet zum Beispiel die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag ab 14 Uhr.

Die Saison trudelt allmählich aus, für die Aachener ist es das vorletzte Heimspiel in dieser Spielzeit. Das Saisonende ist aber fröhlicherweise um eine Woche nach hinten verlegt worden. Das beste soll ganz zum Schluss kommen, nämlich das Pokalfinale am 25. Mai (Anstoß 14.15 oder 16.15 Uhr) gegen den Drittligisten Fortuna Köln.

Und so sind aus den letzten drei Ligaspielen auch Bewerbungsspiele geworden. „Ich will sehen, wer die Spannung bis zur letzten Sekunde aufrecht halten kann“, sagt Fuat Kilic. Zuletzt hat Aachens Trainer einen ziemlich Leistungsabfall im Ligaalltag beobachten müssen, bei den Partien in Lippstadt oder auch zuletzt in Straelen war das beste jeweils der Schlusspfiff. „Schlimmer als in den letzten Wochen kann es nicht mehr werden“, sagt Kilic.

Die zweite Halbzeit am Mittwoch gegen den 1. FC Düren war eine gute Blaupause für bessere Spiele. „Das hat schon sehr an die Phase erinnert, als wir selbstbewusst nach vorne gespielt und den Gegner früh attackiert haben“, sagt Kilic. Das ist die Messlatte für die letzten Liga-Wochen, in der noch Platz 3 angepeilt wird.

Diese Pokalpartie war der ersehnte Stimmungsaufheller am Tivoli. „Dieser Sieg im Halbfinale war wichtig für die Psyche“, ist der Eindruck von Fuat Kilic nach dem Erfolg beim 1. FC Düren.

Im ersten Bewerbungsspiel gegen Mönchengladbachs Nachwuchs fehlen Patrick Salata (Hüftbeuger entzündet), Florian Rüter, der nach monatelanger Pause wieder zur Mannschaft zurückgekehrt ist, und Marcel Kaiser, der Probleme mit der Bauchmuskulatur hat. Möglicherweise wird der schnelle Angreifer überhaupt nicht mehr für Alemannia auflaufen können. Sein Vertrag läuft aus, ebenso wie für Alan Stulin und Mahmut Temür endet bald die Zeit in Aachen.

Die meisten Personalien hat Kaderplaner Kilic schon früh geklärt. Das Arbeitspapier von Manuel Glowacz verlängert sich zum Beispiel bei einer gewissen Zahl an Pflichteinsätzen. Die hat der Standard-Spezialist zwar noch nicht erreicht. „Mich interessiert aber eher die Entwicklung als eine solche Zahl“, sagt Kilic. Die Tendenz geht in Richtung Vertragsverlängerung.

Bei den Torhütern ist eine Entscheidung vorerst aufgeschoben. Einen Vertrag über den Sommer hinaus besitzt nur Daniel Zeaiter, der auch am Samstag wieder spielen wird. Leon Tigges soll nächste Woche in Bonn eingesetzt werden, und beim Saisonkehraus gegen Dortmund II wird dann der Finaltorwart auflaufen, sagt Kilic, der sich zwischen Niklas Jakusch und Daniel Zeaiter bis dahin entschieden haben muss.

In der Warteschleife hängt der Coach nur bei Stipe Batarilo, Blendi Idrizi und Dimitry Imbongo, deren Verträge er sofort verlängern würde. Die Spieler dagegen wollen lieber abwarten, zum Beispiel bis nach dem Pokalfinale. Die Mannschaft fiebert der Partie so sehr entgegen, dass sie noch ein weiteres Fußballspiel einschiebt: Viele Spieler und Funktionäre beobachten den Finalgegner am Montagabend, wenn er im Abstiegskampf der 3. Liga auf den Sportverein Meppen trifft.

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