Aachen: Alemannia: Messlatte liegt bei 41 Punkten

Aachen: Alemannia: Messlatte liegt bei 41 Punkten

Um die Aufstellung macht René van Eck ungefähr ein so großes Geheimnis wie um die Lottozahlen der Vorwoche. Norikazu Murakami wird am Samstag in der Innenverteidigung neben Timo Brauer auflaufen. „Ansonsten ändern wir nichts“, kündigt Alemannias Trainer an.

Dem Coach mit dem sonnigen Gemüt gehen vor der enorm wichtigen Partie gegen Babelsberg die Verteidiger aus. Sascha Herröder ist zwei Spiele gesperrt, Mario Erb bekommt nach seinen Zehenbruch schon wieder Straßenschuhe an, er kann schneller als erwartet zum Team zurückkehren, kündigt van Eck an. Er muss wieder in der neuralgischen Zone improvisieren.

Norikazu Murakami wird am Samstag in der Innenverteidigung neben Timo Brauer auflaufen.

Das Duo Norikazu/Brauer hat es bislang nur im Trainingsbetrieb gegeben. Die Mannschaft verliert durch die Sperre des Kapitäns an Lufthoheit, zudem hält der Trainer die Besetzung mit zwei „Rechtsfüßlern“ für nicht gut. Die klangvollen Alternativen stehen auf der Verletztenliste. Aimen Demai hat nach einer neuerlichen MRT letzte Woche eine weitere Ballpause von drei Monaten erhalten.

Seine Saison am Tivoli ist damit beendet. Und auch Thomas Stehle hat erst vor ein paar Tagen nach der Untersuchung seines Armes einen weiteren Krankenschein für acht Wochen abgegeben. Der dienstälteste Aachener absolviert mit dem ältesten Aachener Spieler Sascha Rösler seine Reha-Einheiten in Walheim. „Dort arbeiten sie wie abgesprochen mit ihrem Physiotherapeuten“, sagt Manager Uwe Scherr. Noch glüht die Hoffnung, dass der 35-Jährige ein paar Saisonspiele machen kann.

Wenn der eine oder andere ausfällt, kommt der 12. Mann ins Gespräch. „Wir brauchen in dieser Phase, in der uns Stützen ausfallen, die Hilfe der Fans“, sagt Scherr. Das Zahlungsmittel der Spieler: „Sie identifizieren sich mit der Aufgabe, gehen Woche für Woche an ihre Leistungsgrenze.“ Wenn man will, kann man da auch zwischen den Zeilen lesen, dass das beim durchaus prominenteren Team in der Vorrunde nicht der Standard gewesen sei.

Scherr hat die Messlatte aufgelegt. „Wir wollen 41 Punkte erreichen, damit würden wir sportlich die Klasse halten.“ Das ist der Bereich, den die Abteilung beeinflussen kann. Dass die Weichen sportrechtlich eher in die 4. Liga führen, ist kein großes Geheimnis mehr.

„Wir hoffen immer noch, dass wir das Wunder schaffen und in der 3. Liga bleiben können“, sagt van Eck. Einen sicheren Tipp, wo das Team in der nächsten Spielzeit auflaufen wird, hat der Niederländer. „Ich denke, wir bleiben am Tivoli.“ WIR? Bleibt der Trainer in jedem Fall? „Ich fühle mich wohl in Aachen“, sagt van Eck lachend.

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