Generalprobe misslingt: Alemannia kassiert ein Debakel im letzten Testspiel

Generalprobe misslingt : Alemannia kassiert ein Debakel im letzten Testspiel

Die Generalprobe jedenfalls misslang gründlich. 0:5 unterlag Alemannia gegen Excelsior Virton, nachdem der Regionalligist zuvor alle fünf Testspiele meistens mit überzeugenden Leistungen gewonnen hatte.

„Das war mal gar nichts“, fasste Trainer Fuat Kilic das unerwartete Debakel zusammen. Die Mannschaft, die am kommenden Wochenende beim Wuppertaler SV in die Regionalligasaison startet, war hoffnungslos unterlegen. „Der Gegner war aggressiver und lebendiger, wir waren auch im Kopf zu langsam.“

Schon der erste Durchgang ging deutlich an den belgischen Zweitligisten, der von Dino Topmöller trainiert wird. Das einzige Tor vor dem Wechsel erzielte Lucas Prudhomme nach 33 Minuten. Der 20-Jährige vollendete schnörkellos aus 14 Metern. Für den Nationalspieler Luxemburgs war es ein Treffer in seiner Heimat, denn gespielt wurde auf der schönen Anlage des Sporthotels Leweck in Lipperscheid.

Alemannia bekam wenig Zugriff, verzeichnete keinen nennenswerten Abschluss. Kilic hatte im ersten Durchgang Rehnen – Müller, Hackenberg, Salata, Baum – Rakk, Pütz – Glowacz, Noel, Rüter – Bors aufgeboten. Dann wechselte der Trainer durch, auch Neuzugang Sergio Baris Gucciardo kam zu seinem ersten Einsatz.

Besser wurde der zweite Durchgang nicht, im Gegenteil: „Am Ende haben wir richtigen Angsthasenfußball gezeigt“, ärgerte sich Kilic. „Für mich war das sehr lehrreich, da müssen sich schon einige Spieler Gedanken machen, ob das so reicht.“ Torwart Nikolai Rehnen kassierte weitere vier Treffer durch Hadji, Benamra und Soumaré (2), auch der Schlussmann war nicht pannenfrei unterwegs. „Er war die ärmste Sau“, nahm ihn Kilic in Schutz. Die Frage nach der neuen Nummer 1 wird erst in den nächsten Tagen beantwortet.

Am Ende dann wollte Aachens Trainer nach der ersten Niederlage kein großes Fass machen. „Vielleicht sind die letzten Wochen zu reibungslos verlaufen. Das war jedenfalls ein Schuss vor dem Bug zur rechten Zeit. Wir können nur als Mannschaft bestehen.“ Das war die finale Erkenntnis vor der Abfahrt in die Heimat.

((pa))
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