Alemannia höchster Heimsieg am Tivoli

Alemannias 5:1 gegen Herkenrath : Der höchste Heimsieg bislang am Tivoli

Nach dem Spiel lohnte sich ein Besuch in der Alemannias Statistikabteilung. 5:1 hatte die Mannschaft gegen den Aufsteiger TV Herkenrath gewonnen. Das war der höchste Sieg, seitdem der neue Tivoli Mitte 2009 eröffnet wurde.

Der Bestwert wurde fast unerwartet aufgestellt, denn bislang war die Mannschaft als nicht sonderlich torgefährlich aufgefallen. „Diesmal stimmte die Effektivität einfach“, freute sich Fuat Kilic. Der 45-jährige Trainer feierte parallel den höchsten Sieg in einem Ligaspiel, seitdem er die Aachener Mannschaft vor zweieinhalb Jahren übernommen hat. Am Mittwochabend hatte sich sein Team nach den frühen Treffern ein wenig berauscht gegen einen Gegner, der für seine Risikofreude hart bestraft wurde. Seit sieben Spielen ist seine Mannschaft nun unbesiegt, am Sonntag steht der alte Westschlager bei RW Essen an. „Warum sollten wir da nicht gewinnen?“, fragte Robin Garnier nach dem Kantersieg, zu dem er fröhlich beigetragen hatte.

Der Neuzugang hatte den ersten und letzten Treffer erzielt, und zwischendurch weitere Treffer nur knapp verpasst. Das war eine imponierende Ausbeute für einen gelernten Verteidiger, der inzwischen die Außenbahn im linken Mittelfeld besetzt. Aus Garnier ist auch für ihn unerwartet ein Torjäger geworden. „Das ist ein Junge mit einem brutalen Willen“, lobte ihn sein Trainer nicht zum ersten Mal.

Aachens Trainer Fuat Kilic und einer seiner Musterschüler: Aus Robin Garnier wird ziemlich unerwartet ein Torjäger. Foto: Wolfgang Birkenstock

Die beiden kennen sich schon seit ein paar Jahren. Als Garnier im Sommer in Aachen anheuerte, hat ihn Kilic zunächst nicht wiedererkannt. Das Verhalten hatte sich verändert. „Er hat einen Knacks bekommen durch den Abstieg mit den Stuttgarter Kickers. Er musste erst einmal wieder siegen lernen.“ Das erste Etappenziel ist erreicht, der 24-Jährige ist schnell Stammkraft geworden.

Wie Garnier hat nun auch Dimitry Imbongo bereits drei Saisontore erzielt. Der Kongolese benötigt für die Quote nur dieses eine Spiel. Zum Vergleich: In seiner letzten Spielzeit bei Wacker Innsbruck stand am Ende nur ein Eintrag. „Da war ich meistens ein Flügelspieler, in Aachen darf ich meine beste Position spielen“, sagt der neue Mittelstürmer. Mit konditionellen Defiziten war der Kongolese verspätet in die Saison gestartet, die sind aufgeholt, auch weil er im Training regelmäßig angeschoben wurde. Kilic bremste seinen neuen Torjäger gleich wieder ein. „Das war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es war aber nur der erste Schritt, er hat noch viel Luft nach oben.“

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