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Wann war Alemannia Aachen in der Ersten Bundesliga?​

Höchste Spielklasse : Wann war Alemannia Aachen in der 1. Bundesliga?

So trist der Alltag in der Regionalliga West seit Jahren für die Alemannia ist, so kunterbunt waren die Jahre in der 1. Bundesliga. Wann die Mannschaft in Deutschlands höchster Spielklasse spielte und welche Erfolge während dieser Zeit erzielt wurden.

Inhalt des Artikels

Vier Spielzeiten hat Alemannia Aachen in der über 120-jährigen Vereinsgeschichte bislang in der Bundesliga absolviert. Die Schwarz-Gelben spielten zwischen 1967 und 1970 und in der Saison 2006/2007 in der ersten Bundesliga.

Bei der Gründung der Bundesliga 1963 wurden die Kaiserstädter nicht berücksichtigt – obwohl der Verein damals wirtschaftlich solide aufgestellt war, der alte Tivoli auf 42.000 Plätze ausgebaut werden sollte, man zuvor ununterbrochen der Oberliga West, der bis dahin höchsten Spielklasse, angehörte und der damals mitgliederstärkste Rasensportverein Nordrhein-Westfalens war. Trotz Protesten beim Deutschen Fußball-Bund mussten die Schwarz-Gelben zunächst in der nun zweitklassigen Regionalliga West antreten.

Aufstieg 1967

Die Aachener brauchten mehrere Anläufe für den Aufstieg, der 1967 gelang. In der Aufstiegsrunde mit den Offenbacher Kickers, dem 1. FC Saarbrücken, Göttingen 05 und Tennis Borussia Berlin gewann die Alemannia sechs ihrer acht Spiele, Hans-Jürgen Ferdinand steuerte acht Treffer bei, und war damit in der Bundesliga angekommen.

Erste Bundesliga-Saison 1967/1968

Die erste Saison in Deutschlands höchster Spielklasse schloss die Mannschaft vom Tivoli als Aufsteiger auf dem elften Platz ab. Gegen Bayern München unterlagen die Schwarz-Gelben zwar in beiden Saisonspielen (0:4 und 1:4), dafür wurden daheim Siege gegen den HSV (2:0), den 1. FC Köln (4:2) und Borussia Dortmund (3:0) gefeiert.

Zweite Bundesliga-Saison 1968/1969

In der zweiten Bundesliga-Saison der Alemannia mussten die Aachener zum Auftakt zum amtierenden Meister Nürnberg reisen. Bereits in der Rückrunde der Vorsaison konnten die Schwarz-Gelben gegen die Franken 2:0 gewinnen, im Anschluss an die Partie sagte deren damaliger Trainer Max Merkel: „Die Aachener haben ganz gut gespielt, aber Fußballprofessoren sind sie trotzdem nicht.“

Das Auftaktspiel der Spielzeit 1968/1969 endete mit einem Ausrufezeichen aus Aachener Sicht: Die Schwarz-Gelben schlugen den 1. FC Nürnberg im Städtischen Stadion 4:1. Und das sollte nicht der letzte Sieg in dieser Saison sein. Nach 34 Spieltagen belegte die Alemannia hinter dem FC Bayern München den zweiten Platz und feierte die Vize-Meisterschaft!

Dritte Bundesliga-Saison 1969/1970

Doch so hoch der Alemannia-Adler flog, so sehr stürzte er in der Folgesaison ab. In der dritten Bundesligasaison stieg die Alemannia als amtierender Vize-Meister als Tabellenletzter ab, 83 Gegentore kassierten die Schwarz-Gelben, auswärts wurde gerade einmal ein Punkt geholt. Zu wenig für den Klassenerhalt und so verabschiedeten sich Aachen für eine lange Zeit aus der 1. Bundesliga.

Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga 1999

36 Jahre sollte es dauern, bis der Alemannia die Rückkehr gelang. Nach einem zwischenzeitlichen Absturz in die nur noch drittklassige Regionalliga West/Südwest, erfolgte 1999 zunächst der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Bis heute unvergessen bleibt der tragische Tod von Werner Fuchs. „Mister Alemannia“, der Architekt der Rückkehr in den professionellen Fußball, erlebte die Vollendung seines Werks nicht mehr. Bei einem Waldlauf mit der Mannschaft starb der Trainer vor dem entscheidenden Spiel in Erkenschwick.

Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga folgte um die Jahrtausendwende die sportlich erfolgreichste Zeit der Alemannia: 2004 standen die Schwarz-Gelben nach Siegen über den FC Bayern München (2:1) und Borussia Mönchengladbach (1:0) im DFB-Pokal-Finale gegen Werder Bremen (2:3).

In der Folgesaison eroberte der damalige Zweitligist Europa und überstand im Uefa-Cup die erste Runde, die Gruppenphase und schied erst in der dritten Runde gegen AZ Alkmaar aus.

Aufstieg in die 1. Bundesliga 2005/2006

In der Saison 2005/2006 gelang dann endlich die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Als Vize-Meister der 2. Bundesliga stiegen die Schwarz-Gelben auf und gaben damit 36 Jahre nach dem Abstieg 1970 ihr Comeback in der höchsten Spielklasse der Bundesrepublik.

Die Alemannia schlug auf dem heimischen Rasen gleich zweimal in dieser Saison die Bayern (4:2 im DFB-Pokal und 1:0 in der Liga), zum Start in den zehnten Spieltag waren die Schwarz-Gelben mit 2:1 in Mainz erfolgreich und eroberten für eine Nacht sogar die Tabellenspitze – unter anderem dank eines Traumtors von Sascha Rösler.

Am Ende der Saison stand dennoch der direkte Wiederabstieg. 34 Punkte reichten nur für den 17. Platz, das Gastspiel in der 1. Bundesliga war somit nur ein kurzes. Und blieb bislang auch das letzte.

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