Aachen: Alemannia gegen Euskirchen: Die Netzschau

Aachen : Alemannia gegen Euskirchen: Die Netzschau

Am Mittwochabend musste die Alemannia nach Euskirchen reisen. Im Erftstadion ging es gegen den heimischen TSC um den Einzug ins Finale des FVM-Pokals. Und die Schwarz-Gelben lösten das Ticket nach Bonn: Mit 2:0 (0:0) siegte die Kilic-Truppe nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Das freute die Fans vor Ort, auch im Internet herrschte gute Stimmung. Die Netzschau zum Spiel.

In der Saison 2012/13 stand die Alemannia letztmals in einem Finale, den HappyBet-Cup in der Sommervorbereitung 2016 ausgenommen. Doch in dieser Saison sollte es mit der Abschlussfahrt nach Bonn wieder klappen, denn mit einem Sieg im FVM-Pokal würden sich die Schwarz-Gelben für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals in der kommenden Saison qualifizieren. Das wäre nicht nur sportlich reizvoll, sondern auch finanziell ein Segen. Doch zuvor stand das Halbfinale gegen den Mittelrheinligisten TSC Euskirchen an. Die Reise dahin sah für die Alemannia wie folgt aus:

Für die Mannschaft aus Euskirchen war der Einzug ins Halbfinale des FVM-Pokals einer der größten Vereinserfolge. Und dann wurde als Gegener auch noch die Tivoli-Truppe gelost. Entsprechend groß war die Vorfreude.

In Aachen wurde der ETSC auf keinen Fall unterschätzt. Fuat Kilic und seine Truppe betonten in den Tagen vor dem Spiel stets, dass die Aufgabe seriös angegangenen werde. Und auch unter den Fans herrschte eine gewisse Anspannung. Doch auch der Optimismus kam nicht zu kurz, wie folgende Umfrage vorab zeigte.

Und wer Zeichen für den Erfolg sehen wollte, der sah sie. Oder was sollte es sonst bedeuten, wenn am Tag des Halbfinales die Alemannia-Eieruhr wieder auftaucht?

Entsprechend viele Aachener machten sich auf den Weg zum Erftstadion: Achtung, Achtung - es konnte zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen!

Mittwochabend, Halbfinale, Champions League? Von wegen! Aus Sicht der Aachener war klar: Bayern gegen Real kann jeder, das ist Standard. Das wichtige Spiel fand in Euskirchen statt.

Und das Erftstadion war gut gefüllt. Und fest in schwarz-gelber Hand:

Dann war es endlich so weit, die Mannschaften betraten den Rasen und pünktlich um 19:30 Uhr erfolgte der Anpfiff. Die Mission für die Kaiserstädter war klar: Kämpfen, siegen und den Einzug ins Pokalfinale schaffen.

Doch in der ersten Halbzeit kamen die Schwarz-Gelben nicht so richtig in Schwung, Euskirchen hingegen setzte auf schnelle Gegenstöße und konnte sich Chancen erarbeiten. Ein Treffer fiel aber auf keiner der beiden Seiten. Entsprechend nüchtern fiel das Fazit zur Pause aus.

Nach dem Pausenpfiff wurde die Alemannia zielstrebiger. Und in der 50. Minute löste Marcel Damaschel den Knoten. Für drei aufeinanderfolgende (Kühnel-)Ecken gab es am Mittwochabend zwar keinen Elfmter, dafür aber einen Kopfball ins Schwarze von Aachens linkem Verteidiger.

Aachens Top-Torschütze der Saison Mergim Fejzullah erhöhte in der 83. Minute auf 2:0 und machte den Sack damit endgültig zu. Sehr zur Freude der schwarz-gelben Anhängerschaft, die teilweise schon das DFB-Pokalfinale in Berlin vor Augen hatten und anschließend noch einen drauf legten und vom Europapokal sangen. Fest steht auf jeden Fall der Termin am Pfingstmontag in Bonn.

Dort trifft die Alemannia im Finale um den FVM-Pokal auf einen Kölner Verein. Das zweite Halbfinale zwischen der Viktoria und der Fortuna findet allerdings erst am 8. Mai statt.

Und in diesem einen Spiel ist dann alles möglich, sogar der Rutsch in den DFB-Pokal.

(bph)
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