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Alemannia: Florian Rüter könnte bei Fortuna Köln auflaufen

Spiel gegen Fortuna Köln : Stürmt der „befreite“ Florian Rüter?

Als sich Alemannia Aachen und Fortuna Köln zuletzt begegnet sind, war das Fernsehen dabei. Übertragen wurde im Mai das Endspiel im FVM-Pokal, der Viertligist Aachen forderte den Noch-Drittligisten aus Köln heraus. Das Ende ist bekannt, Alemannia siegte durchaus verdient mit 3:1.

Inzwischen ist aus der Fortuna ein unglücklicher Viertligist geworden, die Teams treffen nun nach vielen Jahren auch wieder im Ligaalltag aufeinander – und natürlich möchte das Fernsehen dabei nicht fehlen. Deswegen wird der 16. Spieltag erst am Montagabend im Südstadion beendet.

Beim Gastgeber ist nicht mehr viel übrig von jener Pokalmannschaft. „Die haben eine neue Truppe, einen neuen Trainer, eine neue Ausrichtung“, hat Alemannias Trainer Fuat Kilic beobachtet. Er hat seine Mannschaft vor einem Gegner gewarnt, der aggressiv und zuweilen auch provozierend der Arbeit nachgeht. Schiedsrichter wird Christian Scheper sein. Das ist vermutlich nicht die beste Verbandsidee, einen Spielleiter anzusetzen, der inzwischen in Köln wohnt.

Kilic reist zuversichtlich an, im Gepäck ist der Trend, der gerade zuversichtlich stimmt. „Wir müssen genauso konzentriert und seriös wie in den letzten Wochen arbeiten, das ist die Basis“, sagt der 46-Jährige.

Der Coach muss die Abwehr neu zusammenschrauben, André Wallenborn ist der erste Aachener Spieler, der nach fünf Gelben Karten für 90 Minuten pausieren muss. Bastian Schmitt könnte nach hinten rücken, eine Alternative nach guten Trainingsleistungen sei auch Patrick Salata, findet Kilic.

Fuat Kilic vor dem Auswärtspiel gegen Fortuna Köln

Im Mittelfeld könnte sich ein Plätzchen für Florian Rüter finden. Der schnelle Außenbahnspieler fehlte unter der Woche entschuldigt beim Pokalspiel. Rüter war mit seiner Familie nach Basel gereist, wo sein Töchterchen operiert werden musste. Der Eingriff ist gut verlaufen. „Wir haben unseren Sieg gegen Brand ihm gewidmet“, sagt Kilic. Nach Spielende postete das Team ein Foto aus der Kabine mit der Rückennummer 7 in die Welt. Seit Freitag ist die Rückennummer 7 nun wieder im Training. „Ich hoffe, dass Florian erleichtert und befreit zurückkehrt“, sagt Kilic. „Dann ist er sicher eine Überlegung für die Partie in Köln wert.“

Treffsichere Stürmer stehen seit Monaten auf der Fahndungsliste am Tivoli. Aber gerade kann Kilic wählen zwischen zwei Angreifern, die in den letzten beiden Spielen jeweils drei Treffer erzielt haben. Vermutlich bekommt Vincent Boesen wieder den Platz in der Startelf, und Neuzugang Benteke kommt dann später aufs Feld beim Flutlichtspiel.

Das Fernsehen wird dann vorerst zum letzten Mal das ewige Duell übertragen. Im Pokalwettbewerb können sich die beiden Teams schon nicht mehr begegnen, Finalist Fortuna ist ziemlich überraschend vor ein paar Tagen in der ersten Runde ausgeschieden.