Aachen: Alemannia erwartet mindestens 11.000 Fans beim „Meister-Ball“

Aachen: Alemannia erwartet mindestens 11.000 Fans beim „Meister-Ball“

Die blutjunge Saison bekommt ihr erstes Spitzenspiel: Mindestens 11 000 Zuschauer werden erwartet, wenn sich Vize-Meister und Meister am Samstag um 14 Uhr auf dem Tivoli duellieren. „Da gibt es zwei richtig gute Teams zu sehen“, sagt Alemannias Trainer Christian Benbennek vor dem Wettkampf mit der U 23 von Borussia Mönchengladbach. Benbennek hat durchaus Respekt vor der Heimpremiere.

„Da kommt ein sehr spielstarker Gegner nach Aachen“, hat er bei seiner „Spionage“ am ersten Spieltag beobachtet. Bei Gladbach stach Guiseppe Pisano heraus, der vor der Saison auch am Tivoli begehrt wurde. Die Gäste reisen mit dem Großtalent Djibril Sow an. Der 18-jährige Schweizer wird bereits mit einem Marktwert von 1,25 Millionen Euro gelistet.

Alemannias Auftakt in Ahlen war spielerisch nicht so überzeugend wie manche Partie in der Vorbereitung, aber Kritik prallt an der breiten Brust von Benbennek locker ab. „Wir haben uns ein bisschen reingeboxt in die Liga. Der Sieg war das primäre Ziel. Und dafür haben wir viel Leidenschaft und Kampf investiert“, ist der Coach durchaus zufrieden mit der Leistung beim Stapellauf. „Die Nervosität war schon groß wie vor einer wichtigen Prüfung.“ Die Aufgabe wurde bewältigt, wenn auch ohne Qualitätsexamen.

Der nächste Gegner lebt mehr von seiner Spielfreude, die Gastgeber werden entsprechend mehr Raum für Ballpassagen finden. „Wir sind sehr wach und konzentriert“, beobachtet der Trainer schon unter der Woche. Gegen Gladbach wird David Vrzogic auf der linken Seite für Nils Winter verteidigen. Auch im Sturm zeichnet sich eine Änderung ab, deutet der Trainer an.

„Wir finden vielleicht eine Lösung, die besser zum Gegner passt.“ Viktor Maier und Dennis Dowidat hinterließen jedenfalls einen starken Eindruck in den letzten Tagen. Dowidat könnte gegen seine alten Kameraden wieder in die Startelf rutschen.

Gegen Ahlen war für Maciej Zieba und Sahin Dagistan kein Platz im Kader. Während Zieba das Pensum der Woche bravourös absolvierte, fehlte der Stürmer zuletzt, weil er mit Probleme mit seinem Hüftbeuger hat.

Beim Abschlusstraining am Freitag wird er wieder erwartet, aber seine Tagen in Aachen könnten durchaus gezählt sein. Nach Informationen dieser Zeitung liegt ein Angebot für den kopfballstarken Angreifer vor. Manager Alexander Klitzpera will die Sache nicht kommentieren. Auch der zuletzt eher selten berücksichtigte Spieler hält sich bedeckt. „Das Angebot steht, mal sehen, was in den nächsten Tagen passiert.

Mehr will ich jetzt nicht sagen.“ Vor einem Jahr hatte ihm Wegberg-Beeck ein Preisschild umgehängt. 25 000 Euro kostete der Torjäger. Das Geld haben nicht nur Alemannia-Gönner zusammengetragen, auch der Spieler hat den Transfer mitfinanziert. Jetzt könnte es sein, dass das Abenteuer nach einem Jahr schon wieder zu Ende geht.