Aachen/Köln: Alemannia: Ermittlungen gegen Meijer und Scherr eingestellt

Aachen/Köln: Alemannia: Ermittlungen gegen Meijer und Scherr eingestellt

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungsverfahren gegen die früheren Geschäftsführer von Alemannia Aachen, Erik Meijer und Uwe Scherr, Ende August eingestellt. Das bestätigte Staatsanwalt René Seppi am Montag auf Anfrage unserer Zeitung.

Gegen Meijer und Scherr war im Zusammenhang mit der ersten Insolvenz von Alemannia Aachen 2012 wegen Insolvenzverschleppung seit 2013 ermittelt worden. Das Aachener Landgericht hatte Frithjof Kraemer, langjähriger Alemannia-Geschäftsführer, im Juni zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten und zu einer Zahlung von 50.000 Euro verurteilt.

Staatsanwalt Seppi erklärte, die Entscheidung zur Einstellung der Verfahren bedeute nicht, dass Meijer und Scherr unschuldig seien. Ihre mögliche Schuld an der Verschleppung der Insolvenz sei aber, anders als bei Kraemer, "äußerst gering". Und da die Taten mehr als fünf Jahre zurückliegen, sei es "unverhältnismäßig", sie weiter zu verfolgen.

Der Vorsitzender Richter am Aachener Landgericht Matthias Quarch, dessen Kammer Frithjof Kraemer im Juni verurteilt hatte, habe der Entscheidung der Staatsanwaltschaft zugestimmt. Auch die Stadt Aachen sei noch einmal angehört worden. Damit ist aus Sicht der Kölner Staatsanwaltschaft die strafrechtliche Aufarbeitung der ersten Alemannia-Insolvenz abgeschlossen. Dies hatte Seppi in einem Schreiben auch dem nordrhein-westfälischen Justizminister mitgeteilt.

(gego)
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