Aachen: Alemannia: Bewährungsstrafe und Geldbuße für Kraemer

Aachen: Alemannia: Bewährungsstrafe und Geldbuße für Kraemer

Das Strafverfahren gegen den früheren Geschäftsführer von Alemannia Aachen, Frithjof Kraemer, wird mit einer Bewährungsstrafe und einer Geldbuße in Höhe von 50.000 Euro zu Ende gehen.

Darauf haben sich am Mittwochvormittag das Aachener Landgericht, die Staatsanwaltschaft Köln und Frithjof Kraemer geeinigt. Voraussetzung war ein Geständnis Kraemers, das er am Mittwoch abgelegt hat.

Die Haftstrafe für Kraemer wird am Ende des Verfahrens zwischen 18 und 24 Monaten liegen, in jedem Fall wird sie zur Bewährung ausgesetzt, „wenn sich im Laufe der Verhandlung keine neuen belastenden Tatsachen ergeben“, wie der Vorsitzende Richter Matthias Quarch erklärte.

Staatsanwalt René Seppi sagte in seiner Stellungnahme, dass die lange zurückliegenden Taten, die Kraemer zum Teil im Auftrag und mit Wissen vieler involvierter Gremien und Personen, „die sehr sicher nicht immer fehlerfrei gehandelt haben“, begangen habe, es nicht rechtfertigten, „ihn heute dafür ins Gefängnis zu schicken“.

Am Ende bleibt der Vorwuf von 38 Fällen von Bankrotts, die er am Mittwoch einräumte. Alle anderen Vorwürfe gegen Kraemer werden fallengelassen, insbesondere der Vorwurf, die Stadt Aachen und andere durch die Aufstellung falscher Zahlen vor dem Abschluss des Unschuldungsvertrages am 31. Mai 2012 betrogen zu haben. Kraemer betonte wiederholt, ihm tue alles sehr leid.

Ein mitangeklagter Mitarbeiter Kraemers muss eine Geldbuße in Höhe von 5000 Euro zahlen. Das engültige Urteil über Kraemer soll am 28. Juni fallen.